In manchen Fällen stoße die digitale Technik aber an ihre Grenzen – etwa bei der Abformung: „Bei Scans des ganzen Kiefers haben wir häufiger Probleme mit der Genauigkeit festgestellt“, sagt Pospiech. Auch wenn die Präparationsgrenze nicht gut einsehbar sei, liefere die digitale Abformung oft keine zufriedenstellenden Ergebnisse. In solchen Fällen mache man eine herkömmliche Abformung. Das Modell werde später eingescannt. „Bei festsitzenden, kleinen Einheiten und wenn die Präparationsgrenze gut einsehbar ist, funktioniert die digitale Abformung aber sehr gut.“

Als Werkstoff für das Implantat bevorzugt Pospiech Keramik. Lithium-Disilikat-Glaskeramiken etwa hätten ein ähnliches Abrasions-Verhalten wie der Zahnschmelz und böten sich deshalb als definitiver Ersatz an, betont der Prothetiker. Das Einsatzgebiet von Komposit-Materialien sieht er hingegen nur im Bereich von temporären Ersatz. Die Abnutzung sei einfach zu hoch.

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mm
Redakteurin Medizin Zahnmedizin im Deutschen Ärzteverlag, Schwerpunkte: Implantologie, Parodontologie, Endodontologie, digitale Zahnheilkunde.