Implantatprothetik mit Vollkeramik
Eine stabile Situation sechs Jahre nach der Behandlung. © Arnetzl

Die klinische Langzeitstabilität von Restaurationen aus Vollkeramik ist vom Einsatzbereich, dem verwendeten Material sowie der Einhaltung materialspezifischer Anforderungen abhängig. Für die erfolgreiche klinische Anwendung sind die materialspezifischen Parameter und die gründliche Beurteilung der Ausgangssituation (Risikoanalyse) ausschlaggebend.

Befestigung und Nachbearbeitung von zentraler Bedeutung

Neben den Werkstoffeigenschaften sind für die klinische Langzeitstabilität unter anderem Präparation, Formgebung, Befestigung und Nachbearbeitung von zentraler Bedeutung. Zum Beispiel können durch eine konvexe Gestaltung des Kavitätenbodens Kerbspannungen vermieden und Zug- in Druckspannungen umgewandelt werden. Zudem ist auf eine einfache Gestaltung der Restauration ohne tiefe Fissuren zu achten. Es ist zahn-achsenkonform zu präparieren und eine Restdentinstärke von 0,7 bis 1 mm einzuhalten. Ausführliche Hinweise dazu sind in der Broschüre „Klinische Aspekte in der Vollkeramik“ (VITA Zahnfabrik) nachzulesen.

Neue Werkstoffe bieten neue Chancen

Für das Erreichen einer mit Metallkeramik und Gold vergleichbaren klinischen Langzeitstabilität müssen diverse Faktoren berücksichtigt werden. Neue Werkstoffe wie die Hybridkeramik VITA ENAMIC bieten zahlreiche neue Chancen und Möglichkeiten.

Für die erfolgreiche klinische Anwendung sind die materialspezifischen Parameter und die gründliche Beurteilung der Ausgangssituation (Risikoanalyse) ausschlaggebend. Klinische Daten sind zu bewerten, Risiken abzuwägen und die ästhetischen Herausforderungen zu berücksichtigen.

Quelle: DENTAL MAGAZIN 8/2015; Prof. Dr. Gerwin Arnetzl

Den kompletten Beitrag inklusive Fallbeispiel lesen Sie hier.  

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