Bei einem ästhetischen Ergebnis liegt der Übergangsbereich (grün) apikal zur Lachlinie (rot)© Gehrke /Fischer Locher

Sie möchten einen Zahnersatz, der sowohl funktionell als auch ästhetisch allen Anforderungen entspricht. Allerdings ist das Risiko des Misserfolgs immer gegeben, wobei weniger der Implantatverlust oder andere unerwünschte biologisch-funktionelle Schwierigkeiten gemeint sind.

Was uns vor einigen Jahren so begeisterte – Zahnersatz fest auf Implantaten zu verankern – wenden wir in unserem Therapieablauf im zahnlosen respektive zahnloswerdenden Kiefer heute immer seltener an. Gerade in der Alterszahnheilkunde ist der bedingt herausnehmbare oder abnehmbare Zahnersatz auf Implantaten zur wertigen Alternative geworden.

Nachdem wir viele Jahre dem Aspekt, dass der Patient mit seinem Implantat-Zahnersatz altert, nur wenig Beachtung geschenkt haben, muss dies heute bei der Wahl der prothetischen Versorgung im Fokus stehen.

Folgende grundlegende Aspekte sind zu beachten

  1. Implantat-Versorgungen sollten anpassungsfähig sein: Patienten altern nach einer Implantattherapie weiter!
  2. Implantat-Versorgungen sollten einfach zu handhaben sein – unter Umständen auch vom Pflegepersonal. Mit dem Alter schwinden Seh- und Tastvermögen; die Mundhygiene erschwert sich (Gefahr von Periimplantitis).
  3. Implantat-Versorgungen sollten umrüstbar beziehungsweise reversibel sein.

Als wesentliche Voraussetzung für den dauerhaften prothetischen Behandlungserfolg ist neben der parodontalhygienischen Gestaltung demzufolge die Möglichkeit einer Umrüstung des bestehenden Zahnersatzes zu nennen. Denn auch ein „Best Ager“ wird älter und kann seine Mobilität verlieren, gegebenenfalls möchte oder kann er sich dann nicht mehr an einen neuen Zahnersatz gewöhnen.

Individuelle Patientenfaktoren berücksichtigen

Gerade bei älteren, unbezahnten Patienten sollte vor der Auswahl eines implantprothetischen Behandlungskonzepts eine systematische klinische Analyse unter Berücksichtigung individueller Patientenfaktoren erfolgen. Es gilt dabei die Ausprägung von Knochen- und Weichgewebsverlust  genau  zu  bestimmen.  Quantität und Qualität des vorhandenen Alveolarknochens wirken sich direkt auf das chirurgische Protokoll aus, welches  wiederum  die  prothetischen  Behandlungsmöglichkeiten definiert.


Quelle: teamwork 1/2015
Autor: Dr. Peter Gehrke, Carsten Fischer und Dr.Tobias Locher

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