Zahnersatz © avenue images

Dieser Frage näherten sich Prof. Dr. Philipp Kohorst, Dr. Alexander Offer und Dr. Nadine Freifrau von Maltzahn in einem Artikel auf zm-online. Im zahnlosen Kiefer seien Implantate zur Verankerung von totalem Zahnersatz in Abhängigkeit von ihrer Anzahl und ihrer Verteilung unterschiedlich nutzbar. Festsitzende Implantatrestaurationen ließen sich vor allem bei günstigen vertikalen und horizontalen Kieferverhältnissen realisieren. Auch herausnehmbare Restaurationen wie Deckprothesen seien für viele Patienten eine sinnvolle Behandlungsstrategie in Bezug auf Ästhetik, einfache Reinigung und gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis. In diesem Zusammenhang sollte dennoch nicht aus den Augen verloren werden, dass implantatprothetische Versorgungen zu den kostenintensivsten Therapieformen in der Zahnmedizin zählen.

Fazit für die Praxis

Kohorst, Offer und von Maltzahn kommen im zm-online-Artikel zu folgendem Fazit: „Auf der Grundlage belastbarer wissenschaftlicher Daten sind nach heutigem Kenntnisstand zur implantatprothetischen Versorgung eines zahnlosen Kiefers im Oberkiefer mindestens vier und im Unterkiefer mindestens zwei Implantate notwendig.“ Die vorliegenden Erkenntnisse würden jedoch darauf hindeuten, dass im Unterkiefer auch die Insertion von nur einem zentralen Implantat langfristig erfolgreich zur Verbesserung der Abstützung einer Totalprothese beitragen kann. Man müsse jedoch weitere Untersuchungen über längere Beobachtungszeiträume durchführen, um zu einer finalen Bewertung zu kommen.

(Quelle: 15.12.15 zm-online, Heft 24/2015)

Autoren: Prof. Dr. Philipp Kohorst, Dr. Alexander Offer, Dr. Nadine Freifrau von Maltzahn

Den gesamten Artikel können Sie hier lesen.

Artikelempfehlungen

  • Hochfeste Glaskeramiken

    Monolithische Vollkeramikrestaurationen

    Monolithische Restaurationen aus hochfesten Glaskeramiken oder Zirkonoxidkeramiken haben Einiges zu bieten: Das Chipping-Problem ist kein Thema mehr und technische Komplikationen werden minimiert.

  • video

    Interview mit Prof. Dr. Matthias Kern

    „Patienten wollen keine Implantate, sie wollen Zähne“

    „Implantate sind nicht immer die beste Lösung für die Patienten“, sagte Prof. Dr. Matthias Kern (Kiel) auf der 66. Jahrestagung der DGPro in Gießen. Im Interview erklärt er, warum man hier je nach Einzelfall entscheiden müsse.

Teilen: