Bukkalansicht der implantatgetragenen Krone unmittelbar nach deren Befestigung © Olschowsky

Mit der Hochleistungskeramik Zirkoniumoxid kann ein besonders breites Indikationsspektrum abgedeckt werden. Sie ist für die Herstellung von Kronen sowie Brücken im Front- und Seitenzahnbereich ebenso freigegeben wie für Implantatabutments, implantatgetragene Kronen, Primärkronen und Klebebrücken. Dabei kann – dank Verfügbarkeit hochtransluzenter Materialvarianten – je nach ästhetischem Anspruch zwischen monolithischen und voll- bzw. teilverblendeten Restaurationen gewählt werden.

Krone auf Keramikimplantat

In diesem Artikel werden anhand von zwei klinischen Beispielen unterschiedliche Vorgehensweisen bei der Befestigung von Restaurationen aus 3M ESPE Lava Plus hochtransluzentes Zirkoniumoxid vorgestellt. In einem der Fälle war der Wunsch nach einer vollständig metallfreien Versorgung vorhanden. Der 42-Jährige mit einer Schaltlücke in regio 46, hatte sich gegen ein Beschleifen der gesunden Nachbarzähne und für die Insertion eines Implantats entschieden. Die Wahl fiel auf ein einteiliges Keramikimplantat (RadixArt, ökoDENT Tautenhain) mit 4,3 mm Durchmesser und einer Länge von 12 mm und eine individuell verblendete Krone aus Lava Plus Zirkoniumoxid. Im zahntechnischen Labor wurde ein Kronengerüst aus Lava Plus Zirkoniumoxid hergestellt und individuell verblendet.

Fazit

In der Praxis des Autors wird Lava Zirkoniumoxid seit 13 Jahren erfolgreich eingesetzt. Dabei hat sich das Konzept der adhäsiven Befestigung bei Verzicht auf Makroretention und der Verwendung eines selbstadhäsiven Materials bei klassischen Präparationsformen bewährt. 

Erstveröffentlichung: DENTAL MAGAZIN 08/2016
Autor: Dr. Wolfgang Olschowsky

Lesen Sie hier den Artikel als PDF-Download in voller Länge:

Sie müssen eingeloggt sein, um diesen Inhalt aufrufen zu können.

Artikelempfehlungen

  • Implantatprothetik mit Vollkeramik

    CAD/CAM-Werkstoffe

    Implantatprothetik aus Vollkeramik

    Es gibt eine große Vielfalt an CAD/CAM-Werkstoffen. Klinische Daten sind zu bewerten, Risiken abzuwägen und die ästhetischen Herausforderungen zu berücksichtigen.

  • Individuelle Restaurationen

    Perfekte Arbeiten: Kunstwerk statt Massenprodukt

    Eine individuelle Restauration, die dem natürlichen Ursprungszustand gleicht, ist eine Herausforderung. Überzeugende Ergebnisse sind mittels minimalinvasiver Präparationen und moderner Adhäsivtechnik erreichbar.

Teilen: