Beispielsweise sei ein Implantat dann eine gute Wahl, wenn eine Adhäsivbrücke nicht in Frage komme – etwa, weil kariesfreie Nachbarzähne nicht beschliffen werden sollen, so Kern. Außerdem könne man Implantate nutzen, um herausnehmbare Prothesen besser zu befestigen.

Für Patienten unter 20 Jahren seien Implantate dagegen nicht zu empfehlen: Wegen des Wachstums verändern die Zähne bei jüngeren Menschen noch ihre Position. In so einem Fall bleibe das Implantat zurück und stehe nach einigen Jahren nicht in der richtigen Position. Das sei ein ästhetisches Desaster, sagt Kern. Er empfiehlt, bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen so spät wie möglich zu implantieren – gerade dann, wenn eine Adhäsivbrücke eine gute Alternative biete.

Artikelempfehlungen

  • video

    ITI World Symposium

    Mehr Zähne erhalten

    Für Frederic Kauffmann, Würzburg, war es das erste Mal auf dem ITI World Symposium. Welche Eindrücke und welches Wissen er konkret für seine Arbeit in der Praxis mitnimmt, schildert er im Interview.

  • Prof. Dr. Ulrich Schlagenhauf

    Das Würzburger Konzept

    Minimalinvasiv mit maximalem Zahnerhalt

    Vielerorts werden schwer parodontal vorgeschädigte Zähne bereits vor Beginn der parodontalen Therapie als hoffnungslos gemäß der Richtlinien eingestuft und entfernt.

Teilen:
mm
Fachredakteur beim Deutschen Ärzteverlag mit Schwerpunkten Praxismanagement, Digitales und Praxismitarbeiterinnen