Übungsimplantat Zahn 12
Der Zahn 12 wurde radiert und ein Übungsimplantat in die Bohrung eingeklebt. © Weiss/Langer

Da die Herstellung der Abutments mit individueller Abutmentkappe aus Hochleistungspolymer jedoch mit einem länger dauernden Laborprozess verbunden ist, können diese im Rahmen der Sofortversorgung nur dann eingesetzt werden, wenn 3D-Planung und geführte Implantologie einbezogen werden. Wir beschreiben anhand eines Patientenfalles einen einfachen Workflow von der 3D-Planung über die laborseitige Herstellung des individuellen Abutments bis zur geführten Insertion des Implantats ohne aufwendige Technik.

Der Patientenfall

Der Patient konsultierte die Praxis mit einer insuffizienten Wurzelfüllung und einer periapikalen Entzündung am Zahn 12. Nach einer klinischen und radiologischen Diagnose musste die Entscheidung für die Extraktion des Zahns gefällt werden. Eine Brückenversorgung wurde aufgrund der gesunden Nachbarzähne ausgeschlossen. Nach einer Beratung des Patienten bezüglich der Therapieoptionen wurde eine Implantat-Therapie geplant. Der Wunsch des Patienten war neben der Wiederherstellung von Funktion und Ästhetik ein möglichst unkomplizierter Therapieablauf und ein schnelles Ergebnis. Es wurde eine Sofortimplantation mit sofortiger prothetischer Versorgung angestrebt. Das Ergebnis im Recall kann sich sehen lassen.

Fazit

Ohne großen technischen Aufwand haben wir vor dem chirurgischen Eingriff das Abutment sowie die temporäre Krone hergestellt. Es konnte eine Sofortversorgung mit dem bereits definitiven Abutment (BioHPP SKY elegance Abutment) vorgenommen werden. Wir wenden dieses sichere und zuverlässige Vorgehen häufig für die Versorgung von Einzelzahnimplantaten an. In der Regel entstehen hervorragende Weichgewebsverhältnisse, da die Gingiva kaum traumatisiert wird. Das Weichgewebe lagert sich sehr schön an die BioHPP-Oberfläche an. Durch die Dämpfungseigenschaft „Off-Peak“ von BioHPP auf den SKY elegance Abutments werden Belastungsspitzen abgemildert, die Krafteinwirkung auf das Implantat wird reduziert und der ortsständige Knochen weniger belastet.

Dank der Verschraubung der Titanbasis ist die dauerhaft stabile Verbindung des Abutments im Implantat sichergestellt. Die potenziellen Risiken einer Verklebung von Titanbasis und Abutmentkappe sind durch das Überpressen eliminiert.

Mit der vorgestellten Methode lässt sich eine vorhersagbare Ästhetik erzielen, was insbesondere bei der implantatprothetischen Therapie im oberen Frontzahnbereich eine große Bedeutung hat.

Quelle: teamwork 5/2015
Autoren: Dr. Michael Weiss, Ulm, und Ztm. Jan Langner, Schwäbisch-Gmünd

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