CAD/CAM-gedruckte Bohrschablone (PS) auf dem Gipsmodell © Dr. Ragai Edward Matta

Einleitung und Ziel:

Der Ersatz fehlender Zähne durch Implantate ist ein wissenschaftlich gut dokumentiertes Versorgungskonzept mit hohen Erfolgsraten. Die Verwendung von Bohrschablonen hat sich klinisch bewährt. Neben der konventionellen Fertigung im Labor gewinnt das CAD/CAM-basierte Drucken von Schablonen mehr und mehr an Bedeutung. Ziel dieser Studie war es, den Einfluss des Herstellungsverfahrens auf die dreidimensionale Genauigkeit zu untersuchen.

Material und Methode:

Basierend auf ein und derselben CoDiagnostiX-Planung wurden für jeden der insgesamt 13 Patienten (Einzelzahnimplantate) sowohl eine konventionelle, tiefgezogene Bohrschablone (LS) (GoniX) als auch eine CAD/CAM-gedruckte Bohrschablone (PS) hergestellt. Diese Schablonen wurden mithilfe eines optischen Industriescanners (ATOS 4, GOM) auf dem jeweiligen Gipsmodell digitalisiert. Mithilfe der Modellbasis wurden die virtuellen Modelle
der Bohrschablonen mit den Planungsdateien (aus CoDiagnostiX) überlagert und der dreidimensionale Versatz der Implantathülsen wurde berechnet.

Ergebnisse:

Beim Vergleich beider Schablonen zeigten die konventionell im Labor hergestellten Bohrschablonen eine höhere Abweichung. Die mittlere Abweichung des Winkels lag für LS bei 2,63° und für PS bei 1,5°. Die mittlere Abweichung in der z-Achse betrug 2,5 mm für LS und 1,3 mm für PS.

Schlussfolgerung:

Beide Herstellungsmethoden sind mit Abweichung verbunden. Die CAD/CAM-hergestellten Schablonen zeigten insgesamt geringere Abweichungen als die konventionell hergestellten.

Lesen Sie die vollständige Originalarbeit als pdf-Datei
(Erstveröffentlichung ZZI – Zeitschrift für Zahnärztliche Implantologie 02/2017, S. 131-137):

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