Von ReOss als Diskussionsgrundlage gesendete Vorschau für die CBR-Gitter- Produktion, welche vom Behandler bestätigt werden muss. Zu diesem Zeitpunkt sind Änderungsvorschläge möglich. © Liebaug

Die primären Ziele eines GBR-Verfahrens sind die erfolgreichen Knochenregenerationen im Defektbereich mit hoher Zuverlässigkeit und eine geringe Komplikationsrate. Die sekundären Zielsetzungen gelten dem Therapieerfolg, erzielt mit möglichst wenig chirurgischen Eingriffen, einer niedrigen Patientenmorbidität und einer kurzen Heilungszeit. Sie dienen letztendlich der prothetischen Rehabilitation des Patienten und sollen funktionelle und ästhetische Aspekte beachten.

Customized Bone Regeneration

Mit  der  im  Fallbeispiel  vorgestellten ReOss-Technologie kann der Behandler nun diese Ziele besser erreichen. Besonders hervorzuheben ist, dass auf die Verwendung von autologen Knochenblöcken mit entsprechender Zweitentnahmestelle und einer damit verbundenen zusätzlichen Morbidität des Patienten verzichtet werden kann. Allgemein gilt, dass Knochendefekte, die ein Augmentat mit hoher biologischer Kompetenz zur Regeneration benötigen und gleichzeitig eine Lagestabilität erfordern, mit dem neuen Yxoss CBR-Verfahren behandelt werden können. Die Customized Bone Regeneration (CBR) stellt eine Erweiterung der bisherigen Operationstechniken dar, die 2009 von Esposito et al. und Polini et. al. beschrieben und bewertet wurden.

Der Behandler erhält die Möglichkeit, auch bei komplexen Augmentationen, ein zuverlässiges Behandlungskonzept zur Verfügung zu haben. Das im CAD/CAM-Verfahren hergestellte und auf dem DVT-Datensatz des Patienten basierende Titangitter ist keine Membran oder Barriere im engeren Sinne, sondern lediglich als lagestabiler Korb zu betrachten. In diesen korbähnlichen Titankäfig bringt der Behandler ein Gemisch aus autologem Knochenmaterial und partikulärem Bio-Oss Granulat ein.

Fazit

Die vorgestellte OP-Technik ermöglicht eine patientenindividuelle Augmentatstabilisierung mittels CAD/CAM-basiertem Titangitter. Der präoperative digitale Workflow kann die Eingriffszeit deutlich verkürzen und ein vorhersagbares Ergebnis gewährleisten. Die Kombination mit autologem Knochen und Knochenersatzmaterial schafft selbst in einem komplexen, dreidimensional kompromittierten Fall eine Stabilität des augmentierten Volumens und verspricht somit eine hohe Behandlungssicherheit für den Patienten. Eine Implantation im Sinne des Backward Planning  an  der  implantatprothetisch idealen Position rückt dadurch in greifbare Nähe.

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Autoren: Prof. Dr.  Frank Liebaug, Dr.  Alexander Liebaug  

(Erstveröffentlichung in teamwork 05/2016)

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