In der dentalen Implantologie haben die digitalen Techniken in den vergangenen 20 Jahren massiv Einzug gehalten. Hierbei sind einerseits das schon länger etablierte digitale Röntgen mittels Zahnfilm- und Panorama-Röntgen zu nennen sowie andererseits die radiologischen Disziplinen wie 3D-Diagnostik in Form von Computertomografie (CT) und später das DVT als Digitale oder Dentale Volumentomografie gute Beispiele (Abb. 1). Die hierdurch gewonnenen diagnostischen Befunde wurden als weiterverarbeitbare Daten evaluiert und aus deren Erkenntnissen können somit via interaktiver Schnittstellenverknüpfung mithilfe moderner digitaler Planungsprogramme Daten für die sichere Implantatpositionierung implementiert werden. Die DVT-Technik hat somit die gesamte dentale Implantologie im Bereich von Diagnostik und Planung bis hin zur 3DAnwendung mittels der Guided-Surgery revolutioniert (Abb. 2a bis e). Die überwiegende Anzahl der etablierten digitalen Verfahren im Bereich der dentalen Implantologie dient heute der Verbesserung der chirurgischen Leistungsfähigkeit und somit einer besseren Vorhersagbarkeit des implantologischen Erfolgs. Gerade jedoch im Bereich der prothetischen Implantat-Rekonstruktionen ist der digitale Workflow nicht mehr wegzudenken. In der modernen Zahntechnik sind CAD/CAM Techniken beinahe schon ein „alter Hut“: Mithilfe eingescannter Modelle (oder direkt vom Behandler erzeugter Intraoralscans) sowie digitaler Mock-ups, Set-ups und Wax-ups werden die Prozessketten zur Fräsmaschine des eigenen Labors beziehungsweise des CAD/CAM-Fräszentrums weitergeleitet. Die Serviceleistung aus den zahntechnischen Laboren für die Zahnärzte ist immens: Moderne Materialien werden mithilfe digitaler Technik indikationsgerecht angeboten und hergestellt (Abb. 3a und b).

Lesen Sie den vollständigen Artikel kostenlos als PDF-Datei (Erstveröffentlichung teamwork, Ausgabe 4/2017, Seite 265-272): 

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Dr. Detlef Hildebrand
Zahntechniker und Zahnarzt, Berlin-Tiergarten