Studie Implantatüberlebensrate

Insgesamt 90 Implantate mit glatter Oberfläche wurden in sechs Hunde inseriert.  Histologische Untersuchungen wurden sieben und 15 Tage nach Stimulation durchgeführt.  Zusätzlich wurden drei Gruppen basierend auf Höhe der elektrischen Stimulation gebildet: A: 10µA, B: 20µA und C wurde als Kontrollgruppe definiert.

Ergebnisse und Konklusion

Gruppe A und C wiesen keinerlei signifikante Unterschiede im gesamten Beobachtungszeitraum auf. Die in Gruppe B eingeteilten Hunde hingegen wiesen nach 15 Tagen eine signifikant höhere Implantat/Knochenkontaktfläche (p<0.01) auf. Schlussfolgernd fordern die Studienautoren aufgrund der signifikanten Veränderungen durch elektrische Stimulation auf Knochenformation weitere Untersuchungen bezüglich Intensität und Dauer der Stromapplikation. Diese wurden in dieser Studie nicht getestet. Hier wurde zunächst nur getestet, ob elektrische Stimulation überhaupt einen Einfluss auf die Knochenformation haben kann.

Folgerung für den Praktiker

Die hier vorgestellte Methodik befindet sich noch in den ganz frühen Kinderschuhen, da es bisher keine vergleichbaren Untersuchungen gibt. Daher wird eine Versuchsreihe am Menschen noch einiges an vorangehender Forschungsarbeit benötigen. Besonders wichtig ist das Festlegen optimaler Applikationsdauer und -intensität im Tiermodell. Auch müssen zunächst Langzeitergebnisse abgewartet werden. Das Ergebnis nach 15 Tagen gibt zwar Hoffnung, Stabilität und Entwicklung des Knochens nach Belastung sind jedoch noch zu  untersuchen.

Originalpublikation // In vivo electrical application on titanium implants stimulating bone formation // L. M. Bins-Ely, E. B. Cordero, J. C. M. Souza, W. Teughels, C. A. M. Benfatti, R. S. Magini1 // Journal of Periodontal Research, September 14, 2016 //

Die komplette Studie finden Sie hier.

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Annika Kröger
Annika Kröger hat in Bonn Zahnmedizin studiert und befindet sich derzeit in der Weiterbildung an der Poliklinik für Parodontologie, Zahnerhaltung & Präventive Zahnheilkunde, Universität Bonn. Ihre Promotionsarbeit beschäftigt sich mit dem Mikrobiom periimplantärer Erkrankungen.