Die Titanhülsen werden in das vorbereitete Provisorium mit Abstützung über dem Gaumenbügel eingeklebt © Neugebauer, S. Kistler, F. Kistler, Nickenig, Zöller

Der Einsatz von Implantaten zur Fixierung von Totalprothesen, Stabilisierung von Brücken oder zum Ersatz einzelner Zähne hat sich in den vergangenen Jahren als Standard- und Routineoption im Rahmen der implantat-prothetischen Therapie etabliert. Dabei bestehen jedoch eine Reihe absoluter oder relativer Kontraindikationen, sodass bei einem eingeschränkten Knochenangebot Implantate erst nach oder simultan zu augmentativen Verfahren eingesetzt werden können.

Knochenangebot optimal nutzen

Die Anwendung von kurzen, anguliert inserierten und durchmesserreduzierten Implantaten hat sich als Alternative zu den klassischen Behandlungsstrategien entwickelt. Somit können Augmentationen vermieden und mit dem Einsatz dimensionsreduzierter Implantate das vorhandene Knochenangebot optimal ausgenutzt werden. Da das reduzierte Knochenangebot jedoch Einschränkungen vorgibt, müssen zur Sicherstellung eines akzeptablen Behandlungsergebnisses die Anzahl der Implantate und auch die Auswahl der Dimension berücksichtigt werden.

Diskussion

Obwohl augmentative Verfahren heute routinemäßig angewendet und empfohlen werden, kann es aufgrund von patientenspezifischen Risikofaktoren und der Erfahrung des Anwenders zu Komplikationen kommen. Solche Komplikationen können die Lebensqualität der Patienten postoperativ einschränken und die Langzeitstabilität der Implantate durch ein unzureichendes Augmentationsergebnis reduzieren. Da besonders die vertikale Kieferkammrekonstruktion im Unterkiefer eine erhöhte Misserfolgsquote zeigt, werden dort zunehmend kurze Implantate als Therapiealternative empfohlen.

Autoren: PD Dr. Jörg Neugebauer, Dr. Steffen Kistler, Dr. Frank Kistler, PD Dr. Hans-Joachim Nickenig, MSc, Prof. Dr. Dr. Joachim E. Zöller
Erstveröffentlichung: teamwork 1/2016

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