Wenn es um das Thema Knochenaufbau geht, wird die Qualität der verschiedenen Materialien vor allem danach beurteilt, wie gut die Osseointegration funktioniert. Im Idealfall sollte das Knochenersatzmaterial möglichst vollständig in körpereigenen Knochen umgewandelt werden.

Zum Knochenaufbau und bei der Einheilung von Implantaten kommen verschiedene Materialien zum Einsatz: Dabei werden die Knochenersatzmaterialien in autogene, allogene, xenogene und alloplastische Materialien unterschieden. Das autogene Material gilt dabei für viele Implantologen immer noch als „Goldstandard“ – es biete in der Regenerationsphase besonders gute Möglichkeiten, so Khoury: Vorteile des körpereigenen Gewebes seien, dass eine Abwehrreaktion des Immunsystems vermieden werden könne – außerdem sei die Zusammensetzung des Materials identisch mit dem vorhandenen Knochen im Kiefer.

William Laney Award 2017

 

Prof. Dr. Fouad Khoury für Forschungsarbeit geehrt

Große Ehre für Prof. Dr. Fouad Khoury: Der Olsberger Implantologe und Oralchirurg wurde für seine Forschungsarbeit zur Knochenaugmentation mit dem William Laney Award 2017 ausgezeichnet. Der Preis ist die höchste wissenschaftliche Anerkennung der American Academy of Osseointegration.
 
 

Biomaterialien von Rind und Schwein seien dagegen in ihrer Struktur alle gleich – nach der entsprechenden Aufbereitung sei es nur noch ein Mineral. Als pflanzliche Alternative stellte Khoury das pflanzliche Knochenersatzmaterial Algipore vor. Es werde aus Grünalgen gewonnen und zeige Eigenschaften, die mit bovinem und allogenem Material vergleichbar seien. Für manche Patienten sei es im Gegensatz zu menschlichem oder tierischem Knochen aber leichter zu akzeptieren. In verschiedenen Studien wurde über mehrere Jahre belegt, dass Algipore beim Knochenaufbau Ergebnisse liefere, die man mit anderen Knochenersatzmaterialien vergleichen könne.

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Stefanie Hanke ist Redakteurin und veröffentlicht regelmäßig Beiträge im Dental Online Channel.