Forcierte Extrusionstherapie
Forcierte Extrusionstherapie © Mörig

Beruhend auf Erkenntnissen der forcierten Extrusionstherapie nach Dr. Stefan Neumeyer zeigen sich aus rein klinischer Erfahrung weitere, teils spektakuläre Indikationsbereiche für dieses Verfahren. Grundlegende neue Indikationsklassen lassen sich noch nicht formulieren, jedoch ist die Blickrichtung klar. Eine forcierte Extrusion übt durch Aktivierung der Knochenremodellation positive Effekte auf die Knochenheilung aus.

Dr. Gernot Mörig, ZA Robert Svoboda und Dr. Laura Podolsky schreiben in ihrem im DENTAL MAGAZIN veröffentlichten Artikel über forcierte Extrusion: „Resorptionen nach Zahnextraktionen lassen sich vermeiden und akute Entzündungen – selbst bei massiver Pusbildung – in den Griff bekommen. Die Antibiotikagabe erübrigt sich in der Regel.“

Extrusionsmethode bei akuter Entzündung

Fallbeispiele zeigen, dass durch diese minimalinvasiven Behandlungsmethoden Zähne langfristig erhalten werden können, die früher hätten entfernt werden müssen, woraufhin häufig massive chirurgische Eingriffe notwendig gewesen wären.

Das Verfahren der forcierten Extrusionstherapie ersetzt bei ausreichender Restbezahnung nicht nur das Vorgehen der sehr invasiven chirurgischen Kronenverlängerung, sondern ist dieser insbesondere bezogen auf ästhetische Gesichtspunkte (Erhalt der Interdentalpapillen, Stärkung des umliegenden Bindegewebes) deutlich überlegen.

Die Extrusionsmethode scheint auch hervorragend geeignet zu sein, eine akute Entzündung – auch bei massiver Pusbildung – im Regelfall ohne Antibiotikagabe zu therapieren. Allein die forcierte Extrusion führt zu spontaner Schmerzlinderung und im Regelfall über Abschwellung sowie Fistelrückgang zu einer deutlichen, lokalen Knochenregeneration.

Quelle: DENTAL MAGAZIN 6/2016; Dr. Gernot Mörig, Robert Svoboda, Dr. Laura Podolsky

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