Tunneltechnik © Mario Santagata et al./International Journal of Implant Dentistry

Einer 59-jährigen Frau ist durch die Kombination von Tunneltechnik und Segmentosteotomie der rechte Unterkiefer augmentiert worden. Das um ca. 5 mm nach kranial reponierte Fragment wurde mit einer L-förmigen Platte verschraubt. Der entstandene Spalt wurde mit autologem Knochen aus der Kieferwinkelregion aufgefüllt.

Ergebnisse und Konklusion

Durch die modifizierte Schnittführung in Kombination mit der Tunneltechnik ist es möglich, die Inzision außerhalb des augmentierten Bereichs zu legen. Durch die Schnittführung und die Schonung des Periosts wird von einer besseren Versorgung des OP Gebietes ausgegangen. Weiterhin zeigt die Patientin keinerlei Sensibilitätsstörungen. Die Autoren empfehlen dieses Vorgehen nur, wenn mindestens 5 mm Knochen oberhalb des Nerven vorhanden sind. Die Studienautoren empfehlen nicht ein Verschieben des Segments um mehr als 5 mm.

Folgerung für den Praktiker

Die Segmentosteotomie in Kombination mit der Tunneltechnik stellt für die Augmentation des atrophierten posterioren Unterkiefers eine einfache und sichere Alternative dar. Es sollte darauf geachtet werden, mindestens 5 mm Knochen oberhalb des Nerven zur Verfügung zu haben und das Segment nicht mehr als 5 mm nach kranial zu verschieben. Weitere Studien und Langzeitbeobachtungen sind notwendig, um die in diesem Fallbericht gezeigten Ergebnisse zu unterstützen.

 

Originalpublikation // Segmental sandwich osteotomy and tunnel technique for three-dimensional reconstruction of the jaw atrophy: a case report // Mario Santagata, Nicola Sgaramella, Ivo Ferrieri, Giovanni Corvo, Gianpaolo Tartaro and Salvatore D’Amato // International Journal of Implant Dentistry (2017) 3:14 DOI 10.1186/s40729-017-0077-3

Die komplette Studie finden Sie hier.