Implantologie

Fallbericht von Dr. Michael Fischer und ZTM Benjamin Votteler

Sofortimplantat in der ästhetischen Zone – Erfolg oder Misserfolg?

Müssen wir unser Verständnis von Ästhetik überdenken? Dieser Fall soll zeigen, dass zumindest die Individualität jedes Patienten eine große Rolle spielen kann, und nicht jede Situation lässt sich in ein vorgegebenes Schema pressen.

Komplikationen im Team managen

Zusammenspiel von Technik, Patient, Zahnarzt und Team

Technischer Fortschritt, rasche Weiterentwicklung und gute Evidenz haben die Implantologie fest im Praxisalltag verankert. Der Erfolg beruht nicht nur auf einer guten wissenschaftlichen Grundlage, sondern vor allem auf der stetig wachsenden Erfahrung der Zahnärzte.

Darstellung eines klinischen Falls

Sofortbelastung von Implantaten mit dem BioBlock-Konzept

In den vergangenen Jahren ist die Sofortbelastung von Implantaten fast schon zu einem Routineverfahren geworden. Die ­Vorteile zeigen sich in der kürzeren Behandlungsdauer und in der verbesserten Ästhetik und Funktion für die Patienten [1,2]. Obwohl die Sofortbelastung ein sicheres Verfahren ist, das im Alltag von vielen Implantologen angewendet wird, ist das größte Problem, einen hermetisch dichten Verschluss zwischen Implantat und Abutment sowie einen spannungsfreien Sitz der Kronen zu erreichen [3–5].

3D-Implantatplanung

Der digitale Workflow – ein Gewinn für alle Beteiligten?

Im Mittelpunkt jedes Therapiekonzeptes steht ein Patient mit seinen Ansprüchen, Wünschen und Ängsten. Insbesondere bei implantatgestützten Rekonstruktionen ermöglicht der Einsatz moderner Techniken im digitalen Workflow dem Team aus Chirurg, Protethiker und Zahntechniker, den Patienten in weniger Sitzungen vorhersagbar zu versorgen als bei einem rein analogen Vorgehen.

Interview mit Prof. Dr. Ann Wennerberg

Mäßig raue Implantatoberflächen im Vergleich

In einer vor Kurzem veröffentlichten Vergleichsstudie zu fünf Implantatoberflächen hat sich die Oberfläche TiUnite von Nobel ­Biocare durchgesetzt. Prof. Dr. Ann Wennerberg hat 62 klinische Studien systematisch überprüft und insgesamt über 17 000 Implantate* mit einer Nachbeobachtungszeit von mindestens zehn Jahren analysiert. Die Studie vergleicht das klinische Langzeitergebnis bei unterschiedlichen Oberflächenbehandlungen. Auf dem EAO-Kongress in Wien informierte Prof. Dr. Wennerberg die Teilnehmer über ihre Ergebnisse und beantwortete die Fragen der BDIZ EDI konkret-Redaktion.

Implantatversorgung

„Zementitis“ vermeiden durch abgewinkelte Schraubenkanäle

Abutments mit abgewinkelten Schraubenkanälen ermöglichen es, im anterioren Bereich des Ober- und Unterkiefers auf zementierte Konstruktionen zu verzichten. Die Bildergalerie zeigt anschaulich, worauf es dabei ankommt.

Originalarbeit von Hans-Joachim Nickenig, Ragai-Edward Matta u. a.

Die dreidimensionale Genauigkeit von Führungsschablonen

Die Präzision moderner dreidimensionaler Planung spielt eine wichtige Rolle für den klinischen Erfolg in der Implantologie. CAD/CAM-hergestellte Führungsschablonen unterstützen diese aktuelle Entwicklung. Die Studie untersucht den Einfluss des Herstellungsverfahrens auf die dreidimensionale Genauigkeit.

KEM plus Emdogain

Hoffnungslose Zähne retten

Dr. Jochen Tunkel, Bad Oeynhausen, hat ein Konzept zur Erhaltung „hoffnungsloser Zähne“ entwickelt, um „geschlossene Zahnreihen geschlossen zu halten“ oder strategische Pfeilerzähne zu „retten“. Vorausgesetzt, die Gesamt-Defektkomponente sei „irgendwo vertikal“, funktioniere eine Regeneration mit bovinem Knochenersatzmaterial (KEM) plus Emdogain selbst bei großen, den Zahn zirkulär umfassenden Defekten. Man erhalte zum Teil zwar nur eine 50- bis 60- prozentige Defektauffüllung, doch selbst das sei ein Riesenerfolg. „Denn die Alternative ist die Extraktion“.

Zusammenhang zwischen der Einnahme von Bisphosphonaten und Nekrosen im Bereich der Kieferknochen

Bisphosphonatpatienten in der Praxis

Osteoporosepatienten und Patienten mit Malignomen haben ein unterschiedlich hohes Risiko, eine Nekrose zu entwickeln. Wie man sich im Praxisalltag darauf einstellt, erklärt Prof. Dr. Dr. Christian Walter (Mainz), der maßgeblich an der S3-Leitlinie mitgearbeitet hat, im Interview. Die Leitlinie befasst sich mit Implantatindikationen bei Patienten, die Antiresorptiva wie Bisphosphonate und Denosumab erhalten.

„Zementitis“ vermeiden

Abgewinkelte Schraubenkanäle

Normalerweise ist der anteriore Bereich des Ober- und Unterkiefers für verschraubte prothetische Versorgungen ein No-Go. Doch Abutments mit abgewinkelten Schraubenkanälen machen es möglich, auch in diesen Situationen auf zementierte Suprakonstruktionen zu verzichten.

Fortbildungstipps

Fortbildungsakademie Zahnmedizin Hessen GmbH der Landeszahnärztekammer Hessen

Curiculum Implantologie

Sonderveranstaltung mit Prof. Dr. Moritz Kebschull MBA

Gezielte Parodontitistherapie