Studie Implantatüberlebensrate

Die Anzahl der gesetzten Implantate reichte im Unterkiefer von 4 bis 6, wohingegen im Oberkiefer ausschließlich 6 Implantate eingebracht wurden. In der vorliegenden Studie wurde das standardisierte OP-Protokoll für die Verwendung des Implantatsystems bredent SKY fast & fixed so modifiziert, dass im Oberkiefer 4 der gesetzten 6 Implantate anguliert eingebracht wurden. Bei 22 Patienten wurde eine Sofortimplantation durchgeführt, wohingegen bei 16 Patienten vor Implantation ein Sinuslift durchgeführt werden musste. Insgesamt wurden 208 Implantate gesetzt, von denen 110 axial und 98 anguliert gesetzt wurden. 180 Implantate wurden sofort belastet.

Ergebnisse und Konklusion

Für die Bestimmung einer erfolgreichen Implantation wurden die Parameter der Konsensuskonferenz (ICOI) angewendet und berücksichtigt. 98 % der Implantate erfüllten die beschriebenen Kriterien und konnten nach einem Jahr als Erfolg gewertet werden. 191 Implantate konnten als optimale Erfolge, 13 als zufriedenstellende Ergebnisse gewertet werden. 4 Implantate mussten reimplantiert werden. Nach Reimplantation konnte eine Erfolgsrate von 100% erzielt werden. Es zeigte sich, dass schräg inserierte Implantate nach Durchführung eines Sinuslifts den geringsten Knochenverlust aufwiesen. Es konnte kein signifikanter Unterschied zwischen dem marginalen Knochenverlust bei axialen und angulierten Implantaten ermittelt werden. Die Kombination der Verwendung von axialen und angulierten Implantaten bietet die Möglichkeit einer sicheren und erfolgreichen Implantation. Auch das modifizierte OP-Protokoll, bei dem zwei Implantate zusätzlich anguliert im Oberkiefer eingebracht wurden, hat sich als positiv erwiesen. Hierdurch kann eine starke Reduktion des Hebelarms erzielt werden, der durch Freienden entsteht.

Folgerung für den Praktiker

Das fast & fixed-Verfahren, gestützt auf 4 und 6 Implantate, hat sich als zuverlässige Methode in der Implantation bewährt. Besonders die Kombination von axialen und angulierten Implantaten bietet sowohl eine sichere Implantation, als auch eine schnelle und erfolgreiche Rehabilitation von Patienten mit unterschiedlichen Ausgangssituationen.

Originalpublikation // Sofortimplantation in der Retrospektive-Eine Studie zu Erfolg und Misserfolg von Implantationen // Immediate implantation in retrospect-a study regarding success and failure of implantations // R.Schindjalova

Quelle: ZZI 2/2015; R. Schindjalova

Hier finden Sie die Studie zum Download:

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Dr. med. dent. Alexander Müller-Busch
Beschäftigt sich intensiv mit den Neuerungen in den Fachgebieten Parodontologie und Implantologie und ist seit 2016 in einer Gemeinschaftspraxis in Ingolstadt niedergelassen.