Mini Dental Implants (MDI, 3M ESPE Dental GmbH) mit Kragen für dicke Mukosa (bei dünner Mukosa werden MDIs ohne Kragen verwendet) © Mundt

Die Verwendung konventioneller Dentalimplantate zur strategischen Pfeilervermehrung für vorhandene Teilprothesen ist aufwendig und erfordert eine ausreichende Alveolarkammbreite. Als Alternative in dieser Indikation bieten sich einteilige Mini-Implantate (Durchmesser < 2,8 mm) an. Die verwendeten Mini Dental Implants (MDI, 3M ESPE Dental GmbH, Seefeld, Deutschland) mit Längen zwischen 10 und 18 mm bestehen aus einer Titan-Aluminium-Vanadium-Legierung, um eine ausreichende Biege- und Bruchfestigkeit zu gewährleisten.

Die verwendeten Mini Dental Implants (MDI, 3M ESPE Dental GmbH, Seefeld, Deutschland) mit Längen zwischen 10 und 18 mm bestehen aus einer Titan-Aluminium-Vanadium-Legierung, um eine ausreichende Biege- und Bruchfestigkeit zu gewährleisten. Ein Therapieschema für strategische Mini Dental Implants sieht pro Oberkiefer-Quadrant 3 Pfeiler (Zähne + Implantate) und pro Unterkiefer-Quadrant 2 Pfeiler vor.

Ergebnisse

Im 1. Fallbericht verlor eine Patientin im Unterkiefer einen von 2 Eckzahn-Konuskronenpfeilern. Dafür wurden 2 MDIs mit ausreichender primärer Stabilität (Eindrehmoment > 35 Ncm) inseriert, die mittels intraoraler Polymerisation sofort mit den Matrizen belastet wurden. Bei einer 2. Patientin mit 2 verbliebenen Molaren im Oberkiefer wurde nach Insertion von 4 MDIs (Eindrehmoment 20–25 Ncm) die vorhandene Konuskronenprothese zunächst weichbleibend unterfüttert. Nach 4 Monaten erfolgte die Einpolymerisation der Matrizen über eine Abformung im Dentallabor.

Schlussfolgerung

Die Verwendung von MDIs bei schmalen Alveolarkammen zur Stabilisierung von Teilprothesen ist eine minimalinvasive und relativ einfach zu realisierende Alternative zu zweiteiligen Standard-Implantaten. Strategische Pfeilervermehrungen mit MDIs erfordern die Umsetzung der Empfehlungen zu Anzahl, Position und zum Belastungsmodus der MDIs, anatomische Kenntnisse und chirurgische Erfahrung, insbesondere im Umgang mit dem Knochen sowie ausreichend prothetische Routine.

Quelle: DZZ 06/2015
Autoren: Torsten Mundt, Christian Lucas, Reiner Biffar, Friedhelm Heinemann

Die kompletten Fallberichte lesen Sie im angefügten PDF:

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