Studie Implantatüberlebensrate

Für diesen Review-Artikel wurden drei PubMed Suchdurchgänge durchgeführt, um sowohl deutsche als auch englische Artikel aus den Jahren 1990 bis 2012 zu finden. Zusätzlich wurden hierzu Studien von 1966 bis 2004 eingeschlossen. Für jede der eingeschlossenen Studien wurden die Vorkommnisse für die Implantate selbst, die Abutments und den Zahnersatz ausgewertet.

Ergebnisse und Konklusion

Insgesamt kamen 139 Studien in die Auswertung dieser Untersuchung. In neueren Publikationen stieg die Überlebensrate von 93,8 – 98,6 Prozent auf 96,1 – 98,1 Prozent (p=0,021). Auch für die Überlebensraten den Zahnersatz betreffend (sowohl zementiert als auch verschraubt) konnten signifikant bessere Ergebnisse in den neueren Studien beobachtet werden. Ausgewertet wurden auch die ästhetischen Komplikationen (nicht signifikant), biologische Komplikationen (nicht signifikant) und technische Komplikationen (teilweise signifikant). Die Ergebnisse zeigen hohe Überlebensraten für Implantate aus den Jahren vor und nach 2000. Nicht deutlich signifikant geändert haben sich die ästhetischen, biologischen und technischen Komplikationen. Hier sind weitere Studien und Forschung nötig.

Folgerung für den Praktiker

Der Verlust eines Implantats stellt ein immer kleiner werdendes Risiko dar. Es sollte neben der Osseointegration des Implantats sowohl auf die Ästhetik und die verwendeten Materialien für den Zahnersatz, als auch die Retentionsform geachtet werden.

 

Originalpublikation // Improvements in Implant Dentistry over the Last Decade: Comparison of Survival and Complication Rates in Older and Newer Publications // Bjarni E. Pjetursson, DDS, Dr Med Dent, MAS (Perio)/Asgeir G. Asgeirsson, DDS/ Marcel Zwahlen, MSc, PhD/Irena Sailer, Dr Med Dent// International journal of oral & maxillofacial implants, 2014;29 Suppl:308-24. doi:10.11607/jomi.2014suppl.g5.2. //

Die komplette Studie finden Sie hier.

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Dr. med. dent. Frederic Kauffmann
Dr. med. dent. Frederic Kauffmann studierte Zahnmedizin an der Universität Würzburg. Nach seiner Assistenzzeit wechselte er 2013 an die Uniklinik Würzburg. Sein Fokus liegt im Bereich der konventionellen PA-Therapie und plastischen PA-Chirurgie.