© José María Parmigiani-Izquierdo et al.

Aufgrund des Nachteils der fehlenden Elastizität von Keramikimplantaten bei der Versorgung von Keramik- und Zirkonkronen, sollte durch diese Fallpräsentation die Versorgung mit PEEK-Restaurationen gezeigt werden. Bei vorliegendem Patient wurden zwei Keramikimplantate (whiteSKY Bredent, Senden, Germany) in der Flapless-Technik in regio 16 und 17 inseriert. Nach einer dreimonatigen Einheilzeit wurden die Implantate prothetisch versorgt. Die PEEK-Restaurationen mit einem Mantel aus Komposit (Anaxdent, Stuttgart, Deutschland) wurden mithilfe des CAD/CAM-Systems Juvora (Juvordental, Lancashire, UK) hergestellt.

Ergebnisse und Konklusion

Zirkonimplantate mit PEEK-Restaurationen sind eine Alternative zum Ersatz von natürlichen Zähnen. Durch deren biokompatible Eigenschaften sind sie ein vielversprechendes Material für Patienten mit Allergien und Empfindlichkeiten gegenüber Metalllegierungen.

Folgerung für den Praktiker

Restaurationen aus PEEK sind eine berechtigte Alternative für die prothetische Versorgung von Zirkonimplantaten. Durch ihren polsternden Effekt und das Elastizitätsmodul, welches dem natürlicher Zähne sehr nahe kommt, werden okklusal auftretende Kräfte absorbiert. Somit stellen Versorgungen aus PEEK auch für Patienten mit schwerem Bruxismus eine geeignete Alternative dar.

 

Orginalpublikation // Zirconia implants and peek restaurations for the replacement of upper molars // José María Parmigiani-Izquierdo, María Eugenia Cabaña-Muñoz, José Joaquín Merino und Arturo Sánchez-Pérez // International Journal of Implant Dentistry (2017) 3:5 DOI 10.1186/s40729-016-0062-2 //

Die komplette Studie finden Sie hier.

Quelle: International Journal of Implant Dentistry License Agreement

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Dr. med. dent. Alexander Müller-Busch
Beschäftigt sich intensiv mit den Neuerungen in den Fachgebieten Parodontologie und Implantologie und ist seit 2016 in einer Gemeinschaftspraxis in Ingolstadt niedergelassen.