Für die aktuelle Studie hat das IDZ Studenten und Assistenzzahnärzte befragt. © cyano66/iStockphoto

Zahnarzt werden – das ist für viele junge Menschen immer noch ein Traumjob. Aber welche Motivation steckt dahinter? Ist es das Bedürfnis, anderen zu helfen? Geht es um den Wunsch nach Prestige und einem guten Einkommen? Oder stehen andere Aspekte im Vordergrund? Für die großangelegte Studie hat das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) schon 2014 damit angefangen, den zahnmedizinischen Nachwuchs (knapp 1.400 Zahnmedizinstudenten, mehr als 1.800 Assistenzzahnärzte und 2.500 angestellte Zahnärzte) zu seinem Berufsbild und seinen Wünschen zu befragen. Im Frühjahr wurden weitere Daten erhoben.

Studium bereitet gut auf Parodontologie-Praxis vor

Eines der Ergebnisse: Besonders im Bereich Parodontologie fühlen sich die Befragten durch ihr Studium gut auf den beruflichen Alltag vorbereitet. Und: Rund 70 Prozent der Studierenden wollen sich auf einen bestimmten Fachbereich spezialisieren – allerdings hat nur gut ein Drittel der befragten Assistenzzahnärzte sich tatsächlich schon entsprechend fortgebildet. Ganz oben auf der Wunschliste der Studierenden steht dabei der Bereich Implantologie. Und auch, wenn sich weniger als 20 Prozent der Studierenden schwerpunktmäßig für Parodontologie interessieren: Bei Assistenzzahnärzten gehört dieser Bereich zu den am häufigsten gewählten Arbeitsschwerpunkten.

Überhaupt steht das Thema Fortbildung für die jungen Zahnmediziner hoch im Kurs: Knapp 60 Prozent der Studenten und 88 Prozent der Assistenzzahnärzte nehmen an entsprechenden Veranstaltungen teil. Besonders beliebt sind bei beiden Gruppen zahnmedizinische Fachthemen – mehr als 90 Prozent interessieren sich dafür. Für gut 40 Prozent der Assistenzzahnärzte ist außerdem das Thema Abrechnung wichtig – dahinter folgen Patientenkommunikation, Praxismanagement und Personalführung.

Im Gespräch mit dem Dental Online Channel hat die Autorin der Studie, Dr. Nele Kettler, weitere Ergebnisse verraten. Hier können Sie das Interview exklusiv hören.

Dr. Nele Kettler im Telefoninterview:

Vor kurzem haben die Wissenschaftler auch weitere Ergebnisse zum Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ veröffentlicht. Über dieses Thema hat Dr. Nele Kettler im ersten Teil ihres Interviews mit dem Dental Online Channel gesprochen.

Mehr Informationen zur Studie gibt es in der Datenbank der Versorgungsforschung Deutschland.

Sie könnte auch interessieren:

Die Praxisübergabe von langer Hand planen

Artikelempfehlungen

  • Junger Zahnarzt (Symbolbild)

    DAZ bietet kostenlose Onlinebörse an

    Per Mausklick in die eigene Zahnarztpraxis

    Die eigene Praxis ist nach wie vor das berufliche Ziel vieler junger Zahnärzte. Gleichzeitig gibt es viele ältere Kollegen, die in den Ruhestand gehen und ihre Praxis gern an einen Nachfolger übergeben möchten. Eine kostenlose Praxisbörse bringt die beiden Gruppen jetzt online zusammen.

  • podcast

    CGM: Interview mit Geschäftsführer Dr. Jens Fischer

    Die digitale Praxis: Gut gerüstet für die Zukunft

    "Licence to chill" heißt die aktuelle Kampagne des Unternehmens in James Bond-Optik, für die Geschäftsführer Dr. Jens Fischer selbst vor die Kamera trat.

Teilen:
mm
Stefanie Hanke ist Redakteurin und veröffentlicht regelmäßig Beiträge im Dental Online Channel.