Vor rund einem halben Jahr wurde die lang erwartete Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V) vorgestellt. Die wichtigsten Erkenntnisse: Der Kariesbefall ist in allen Altersgruppen weiterhin rückläufig, die Zahl der Parodontalerkrankungen hat abgenommen.

Angesichts der Ergebnisse der Mundgesundheitsstudie IV aus dem Jahr 2005 hatten Experten einen Anstieg der Parodontitispatienten befürchtet. Die neue Studie zeigt jedoch: Der Anteil der 35- bis 44-Jährigen mit schwerer Parodontitis hat sich seit dem Jahr 2005 halbiert (DMS IV: 17,4 Prozent; DMS V: 8,2 Prozent). Dennoch ist jeder zweite jüngere Erwachsene von einer parodontalen Erkrankung betroffen, jeder zehnte sogar schwer. Der rückläufige Trend ergibt sich auch bei den älteren Menschen: In der Gruppe der 65- bis 74-Jährigen leiden 19,8 Prozent an einer schweren Parodontitis (DMS IV: 44,1 Prozent).

Aber obwohl die Zahl der Menschen mit Parodontalerkrankungen abgenommen hat, rechnen die Studienautoren aufgrund der demografischen Entwicklung und der Altersabhängigkeit der Erkrankung mit einem steigenden Behandlungsbedarf. Krankheitslasten verschieben sich ins höhere Lebensalter.

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