Dr. Wolfgang Westermann © Martin A. Reinhart

„Bei gleichmäßigem horizontalem Knochenabbau können Sie nichts falsch machen, Sie müssen einfach nur behandeln“, sagte Westermann. Wichtig sei es, die Fälle von Beginn an richtig einzuordnen und die Relation zwischen Plaque und Krankheit zu beachten. Westermann: „Wenn Sie wenig Plaque finden, aber viel Krankheit, dann wird es problematisch.“

Die Plaque müsse regelmäßig entfernt werden, je nach Schweregrad muss der Patient alle drei bis zwölf Monate zum Recall kommen. Die Ziele der PA-Therapie seien API/BOP von weniger als 25 Prozent, eine Sondierungstiefe von weniger als vier Millimetern, keine Furkationsbeteiligung und eine adäquate Funktion sowie Ästhetik. Der Patient sollte zudem bestenfalls nicht rauchen. „In der Praxis behandeln wir alle Fälle ausschließlich mit Deep scaling und Root planning“, sagte Westermann. Bei schweren Fällen (mehr als sechs Millimeter Taschentiefe) wird der Recall engmaschiger angesetzt und eine zusätzliche Medikation gegeben (Winkelhoff-Cocktail). „Dieses Konzept kommt ohne Chirurgie aus und Sie schaffen es, bei 90 Prozent der PAR-Fälle den Attachement-Verlust zu stoppen und Zähne zu erhalten“, sagte Westermann.

Zum Audio-Interview mit Dr. Wolfgang Westermann

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mm
ist Redakteur beim Deutschen Ärzteverlag und berichtet im Dental Online Channel von zahnmedizinischen Kongressen. Hauptgebiete Wirtschaft und Praxismanagement.