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Zentrales Element des Aktionstages zur Parodontologie ist der Eisberg auf dem Plakat. Mit dem Bild des Eisbergs soll sensibilisiert werden, auch auf versteckte Zeichen zu achten. Denn ähnlich wie beim Eisberg verbirgt sich bei der Parodontitis der Großteil der Krankheit zunächst unter der Oberfläche. Dadurch kann die Parodontitis großen Schaden anrichten, bevor sie erkannt wird. Auch typische Symptome wie Zahnfleischbluten werden nicht mit der Krankheit in Verbindung gesetzt.

Frühzeitige Diagnose und Behandlung

Eine gute Zusammenarbeit von Zahnarzt und Patient ist für die erfolgreiche Parodontitis-Therapie von Anfang an wichtig. Die Kampagne der DG PARO setzt daher vor allem auf eine frühzeitige Diagnostik, Selbsttestmöglichkeiten und das systematische Screening in der Zahnarzpraxis. In speziell für diesen Tag produzierten Videos kommen Patienten zu Wort und berichten über ihre Leidens- bzw. Erfolgsgeschichte. Ihre gemeinsame Botschaft: Wer achtsam ist und regelmäßig zum Zahnarzt geht, hat gute Chancen, früh und effektiv einer möglichen Parodontitis zu begegnen.

Auch auf Außenwerbeflächen und bei Facebook wird die DG PARO über den Aktionstag berichten und die Menschen in ihrer Alltagsroutine mit dem Thema der Parodontitis konfrontieren. Um die Eigeninitiative zu fördern, wurde eine Patienten-App entwickelt. Eine aktualisierte Fassung der kostenlosen DG PARO-Selbsttest-App wird am 12. Mai für alle Interessierten zur Verfügung stehen. Damit kann jeder einfach, aber verlässlich seine Risikofaktoren einschätzen und entsprechend aktiv werden. Auch der Parodontale Screening Index (PSI) soll mit der Aktion weiter verbreitet werden. Den PSI gibt es seit 2004 und er sollte bereits ab einem Alter von zwölf Jahren eingesetzt werden, um aggressive Formen der Erkrankung frühzeitig zu erkennen.

Was die Patienten im Einzelnen tun können, darüber informieren mehrere kleine Broschüren der DG PARO. Doch auch die Zahnärzte sind gefragt: „Wir laden alle Zahnärztinnen und Zahnärzte ein, sich an diesem Tag unserer Aufklärungsaktion anzuschließen“, appelliert DG PARO-Präsident Prof. Dr. Christof Dörfer. Mehr Informationen zu der Aktion finden Sie hier.

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mm
Ist Volontärin in der Redaktion beim Deutschen Ärzteverlag.