Ausgangssituation Lachbild
Ausgangssituation Lachbild © Helf/Wachtel

Parodontalchirurgische Eingriffe im Frontzahnbereich sind neben dem gewünschten funktionellen Ergebnis weitgehend durch ästhetische Erfolgsparameter definiert. Im hier dargestellten Patientenfall handelte es sich um eine mittdreißigjährige Patientin, die sich aufgrund einer wiederholt granulierenden Gingivavermehrung in Regio 11 vorstellte.

Gingivavermehrung: Chirurgisches Vorgehen

Die Inzision erfolgte in der keratiniserten Gingiva. Nachfolgend wurde das komplette Weichgewebe inklusive des Periostes entfernt und die äußere Kortikalis wurde mit einer Hartmetallfräse angefrischt. Zur plastischen Deckung wurde aus dem angrenzenden Weichgewebsbereich des Zahns 21 ein Verschiebelappen gebildet. Die Inzision hierzu erfolgte unter Schonung des marginalen Gingivasaums. Die weitere Lappenpräparation sah die Bildung eines Spaltlappens bis über die Mukogingivalegrenze vor, so dass eine ausreichende Mobilisierung zur lateralen Verschiebung erfolgen konnte. Die Adaptation im Exzisionsbereich erfolgte mittels mikrochirugischer Nähte.

Neben der ästhetischen Auffälligkeit beschrieb die Patientin eine Einschränkung vor allem bei der häuslichen Mundhygiene. Weiter berichtete sie von einem zyklischen Verlauf der Größenentwicklung über die letzten acht Monate. Eine lokale Verödung des Gewebes durch Elektrotomie sei wiederholt durchgeführt worden, jedoch kehre der Überschuss stets zurück.

Quelle: DENTAL MAGAZIN 6/2013

Hier stellen Prof. Dr. Hannes Wachtel und Dr. Christian Helf den Patientfall ausführlich vor.

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Redakteurin Medizin Zahnmedizin im Deutschen Ärzteverlag, Schwerpunkte: Implantologie, Parodontologie, Endodontologie, digitale Zahnheilkunde.