Der „lateral bewegte doppelte Tunnel“: So heißt die von Prof. Dr. Dr. Anton Sculean entwickelte Technik, mit der besonders tiefe Rezessionen der Gingiva im Unterkiefer vorhersagbar gedeckt werden können. Sie beinhaltet die Präparation eines Mukoperiostlappens seitlich des Defekts, daraufhin wird der Lappen gespalten, sodass die Wundränder spannungsfrei um die Zahnoberfläche gezogen werden können. Das Lappendesign werde mit einem Bindegewebstransplantat kombiniert.

Nicht nur für Spezialisten

In Bern sei die Tunnel-Technik bereits Standard. Dabei sei die Methode nicht nur etwas für PA-Spezialisten, so Sculean. Nach „etwas Übung“ lasse sie sich ganz einfach in jeder allgemeinzahnmedizinischen Praxis durchführen. Seine Weiterbildungsassistenten arbeiteten inzwischen alle mit dem lateral bewegten doppelten Tunnel. 

Sie müssen eingeloggt sein, um diesen Inhalt aufrufen zu können.

Artikelempfehlungen

  • video

    Interview mit Prof. Dr. Anton Sculean

    Attached Mukosa: Unbeweglich und ausreichend breit

    Im Interview fasst Prof. Dr. Anton Sculean, Bern, seine Ausführungen zur attached Mukosa zusammen. Rund um das Implantat spielt diese eine wichtige Rolle für die Langzeitstabilität des periimplantären Weichgewebes.

  • video

    Interview mit Moritz Kebschull zur DG-Paro-Frühjahrtagung 2017

    Der Schweizer Paro-Weg

    Seit 17 Jahren gibt es in der Schweiz Qualitätsleitlinien für die Zahnmedizin. Doch nicht nur diese machen die Zahnheilkunde dort zu etwas Besonderem. Auf der DG Paro-Frühjahrstagung 2017 erfahren die Teilnehmer wie der „Schweizer Paro-Weg“ aussieht.

Teilen:
mm
Ist Volontärin in der Redaktion Medizin/Zahnmedizin beim Deutschen Ärzteverlag.