Der Einfluss keratinisierter Mukosa auf die Gesundheit periimplantärerer Gewebe wird kontrovers diskutiert, Langzeitdaten sind selten und die Bedeutung für den Erfolg von Implantaten ist unklar.

In dieser Studie wurde über einen Zeitraum von 4–15 Jahren (mittlerer Untersuchungszeitraum von 7,78 Jahren ± 1,92) der Einfluss keratinisierter Mukosa auf die periimplantäre Gesundheit nach Implantation bei 211 Patienten mit 967 Implantaten untersucht. Die Implantate wurden in zwei Gruppen eingeteilt (keratinisierte Mukosa, keine keratinisierte Mukosa). Folgende Parameter wurden erhoben: Plaque-Index (mAPI), Blutungs-Index (mSBI), Blutung auf Sondieren (BoP), Sondierungstiefe, Breite der keratinisierten Mukosa und der röntgenologische vertikale Knochenverlust. Patienten mit Diabetes, Erkrankungen des Knochenstoffwechsels (z.B. Osteoporose), malignen Erkrankungen in der Kopf- und Halsregion oder ossären Metastasen, mit Plasmozytom, Erkrankungen des Immunsystems, Einnahme immunsuppressiver Medikamente und nach Chemotherapie oder Bestrahlung wurden nicht miteinbezogen. Auch Schwangere und Patienten unter 18 Jahren wurden nicht berücksichtigt. Das mittlere Alter der Patienten bei Implantation betrug 53,64 Jahre ± 13,58. Die mittlere Breite der keratiniserten Mukosa betrug 1,87 ± 1,82 mm. In dieser Studie wurde nur ein Implantattyp verwendet (Straumann, Tissue Level, mit poliertem Hals)

Ergebnisse und Konklusion

Sie müssen eingeloggt sein, um diesen Inhalt aufrufen zu können.

 

Artikelempfehlungen

  • Studie Implantatüberlebensratestudie

    Metastudie

    Implantate bei Diabetikern

    Dieses Review ging der Frage nach, ob bei Patienten mit Diabetes mellitus höhere Komplikationsraten bei einer Versorgung mit Implantaten auftreten, als bei Patienten ohne Diabetes-Erkrankung.

  • studie

    Furkationsgrad II

    Rosuvastatin- und Atorvastatin-Gel als Additiva

    Diese Studie macht es sich zur Aufgabe, den Einfluss von Rosuvastatin (RSV) und Atorvastatin (ATV) in Form von 1,2-prozentigen Gelen als lokales Medikament zum Scaling und Root-Planning bei Furkationsgraden II zu untersuchen.

Teilen:
#
Alina Winkelmann
Alina Winkelmann ist Zahnärztin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Poliklinik für Parodontologie, Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde in Bonn.