Insgesamt nehmen etwa 100 Experten aus aller Welt an dem Workshop teil, der gemeinsam von der European Federation of Periodontology (EFP) und der American Academy of Periodontology (AAP) organisiert wird. Aus Deutschland sind neben Jepsen auch Prof. Dr. Thomas Kocher (Greifswald), Prof. Dr. Peter Eickholz (Frankfurt), Prof. Dr. Frank Schwarz (Düsseldorf), Prof. Dr. Jörg Meyle (Gießen) sowie PD Dr. Moritz Kebschull (Bonn) und Prof. Dr. Henrik Dommisch (Berlin) vor Ort.

Die aktuell verwendete Klassifikation stammt noch aus dem Jahr 1999 und gilt in vielen Punkten nicht mehr als zeitgemäß. So soll die neue Klassifikation unter anderem den Stellenwert der Periimplantitis unter den parodontalen Erkrankungen klären – auch neue Erkenntnisse aus den Fachbereichen Mikrobiologie und Genetik sollen berücksichtigt werden.

Weltweit vergleichbare Daten durch einheitliche Klassifikation

Gleichzeitig soll die neue Klassifikation wenn möglich weltweit anerkannt werden, um auch einheitliche Voraussetzungen für künftige Studien zu schaffen. So sollen Wissenschaftler die Möglichkeit bekommen, auch international vergleichbare Daten zu erheben – beispielsweise darüber, ob ein bestimmtes Gesundheitssystem oder eine besondere Ernährungsweise bei der Vorbeugung von Parodontitis helfen.

Die Ergebnisse werden im kommenden Jahr in den Fachjournalen Clinical Periodontology und Periodontology erscheinen. Auch bei der DG PARO-Frühjahrstagung im Februar in Berlin und beim EuroPerio-Kongress im Juni in Amsterdam soll die neue Klassifikation im Fokus stehen.

Artikelempfehlungen

  • video

    Klassifikations-Workshop in Chicago

    Interview Kebschull: Parodontitis-Klassifikation auf dem Prüfstand

    Stellt die Molekularbiologie die klassische Parodontitis-Klassifikation in Frage? Das ist eine der Fragen, um die es in zwei Wochen beim "2017 World Workshop on the Classification of Periodontal and Peri-Implant Diseases" in Chicago gehen wird. Im Interview nimmt PD Dr. Moritz Kebschull dazu Stellung.

  • video

    Tagungspräsident Prof. Jentsch zieht Bilanz

    DG PARO: Knapp 1.000 Teilnehmer waren in Dresden

    Von Donnerstag bis Samstag hat in Dresden die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DG PARO) stattgefunden. Knapp 1.000 Teilnehmer waren mit dabei. Im Videointerview zieht Tagungspräsident Prof. Dr. Dr. Holger Jentsch (Leipzig) eine erste Bilanz.

Teilen:
mm
Stefanie Hanke ist Redakteurin und veröffentlicht regelmäßig Beiträge im Dental Online Channel.