Parodontopathien gehen mit der Zerstörung des Zahnhalteapparates und langfristig  mit Zahnverlusten einher. Die Erkrankung ist multifaktoriell: Es existieren viele Risikofaktoren, die in Kombination, aber auch singulär, zur Ausprägung von Parodontopathien führen können. Risikomanagement ist hier wichtig für die richtige Patientenführung, Aufklärung und Behandlung.

In diesem Zusammenhang sind parodontalpathogene Keime (Aggregatibacter, P. gingivalis, T. forsythia), eine ungenügende Mundhygiene, Tabak- und Alkoholkonsum, Diabetes mellitus und psychosozialer Stress, aber auch HIV-Infektionen sowie Osteoporose zu nennen, die zur Entstehung einer parodontalen Erkrankung beitragen beziehungsweise eine solche aggravieren können.

Rasche Entwicklung einer Parodontopathie

Die Wahrscheinlichkeit einer raschen Entwicklung einer Parodontopathie ist umso größer, je mehr dieser Risikofaktoren in Kombination vorliegen. Für den zahnärztlichen Alltag ist daher die Risikoeinschätzung von großer Bedeutung, um Patientenführung, Aufklärung und prophylaktische Maßnahmen (professionelle Zahnreinigung) darauf abzustimmen.

Dabei sollte der interdisziplinären Zusammenarbeit (Hausarzt, Endokrinologe, Ernährungsberater) mehr Beachtung geschenkt werden, da nur auf diesem Weg eine Senkung des Risikos einer parodontalen Erkrankung erfolgreich durchgeführt werden kann.

Den kompletten Vortrag sehen Sie im Dental Online College (kostenpflichtig) 

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Dr. Christoph Ramseier
ist seit 2008 Oberarzt an der Klinik für Parodontologie, Universität Bern. Forschungsschwerpunkte: Parodontales Risikomanagement, Identifizierung von Biomarken in der Mundflüssigkeit zur Frühdiagnose von Parodontalerkrankungen, Photodynamische Therapie in Patienten mit Parodontitis, Tabakprävention und -entwöhnung in der zahnmedizinischen Praxis