© Thalmair et al.

In dieser Studie wurden 30 Patienten zufällig in vier Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe (Tx 1) wurde nur mit xenogenem Knochenersatzmaterial mit freiem Schleimhauttransplantat (Punch-Graft) versorgt. Die Patienten in der zweiten Gruppe (Tx 2) wurden nur mittels Punch-Graft versorgt und Gruppe 3 (Tx 3) erhielt nur xenogenes Knochenersatzmaterial. Gruppe vier (Tx 4) diente als Kontrollgruppe und erhielt daher keine Versorgung. Sowohl direkt vor als auch vier Monate nach der Extraktion wurden Abdrücke angefertigt. Die Abdrücke wurden dann eingescannt und digital vermessen.

Ergebnisse und Konklusion

In allen Gruppen konnten die Umbauprozesse der Extraktionsalveole nicht vollständig aufgehalten werden. Die geringste horizontale Schrumpfung betrug 0,8 ± 0,5 mm in der Gruppe Tx 1. Die maximalste horizontale Schrumpfung konnte in Gruppe Tx 4 beobachtet werden (2,3 ± 1,1 mm). Signifikante Unterschiede gibt es sowohl zwischen Tx 1 und Tx 4, als auch zwischen Tx 2 und Tx 4. Als Schlussfolgerung kann von einem positiven Effekt des Punch-Grafts auf die Schrumpfung ausgegangen werden. Weitere Studien mit größeren Patientenzahlen sind jedoch notwendig, um diese Ergebnisse zu sichern.

Folgerung für den Praktiker

Die Umbauprozesse der Extraktionsalveole lassen sich nicht vollständig aufhalten, jedoch abhängig von der gewählten Versorgung deutlich reduzieren. Punch-Grafts zeigen, mit oder ohne Verwendung eines Knochenersatzmaterials, signifikante Vorteile im Bezug auf die Reduktion der Schrumpfung im Bereich der Extraktionsalveole.

Originalpublikation // Dimensional alterations of extraction sites after different alveolar ridge preservation techniques – a volumetric study // Thalmair T, Fickl S, Schneider D, Hinze M, Wachtel H // J Clin Periodontol 2013; 40: 721–727. doi: 10.1111/jcpe.12111 //

Die komplette Studie finden Sie hier.

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Dr. med. dent. Frederic Kauffmann
Dr. med. dent. Frederic Kauffmann studierte Zahnmedizin an der Universität Würzburg. Nach seiner Assistenzzeit wechselte er 2013 an die Uniklinik Würzburg. Sein Fokus liegt im Bereich der konventionellen PA-Therapie und plastischen PA-Chirurgie.