Klinische Ausgangssituation mit Längsfraktur des endodontisch behandelten Zahns © Horvath

Herr Dr. Rauch, sind Flach-zu-flach-Verbindungen out?

Rauch: Das Gros der Anwender entscheidet sich heute für die konische Innenverbindung, das haben wir seit der Einführung des NobelActive Implantats im Jahr 2008 ganz deutlich gesehen. Zur DGI-Jahrestagung 2011 in Dresden reagierten wir auf diesen Trend mit einer konischen Innenverbindung für das wurzelförmige NobelReplace CC. Zur IDS 2015 bieten wir nun auch den Anwendern parallelwandiger Implantate die konische Innenverbindung. Damit haben wir diese letzte Lücke in unserem Produktportfolio geschlossen. Seit Oktober läuft in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Einführungsphase mit rund 30 ausgewählten Meinungsbildnern. Seit Mitte März ist das NobelParallel Conical Connection (CC) auf dem Markt verfügbar.

Herr Dr. Horvath, Sie gehören zur Gruppe der Erstanwender, seit wann und bei welchen Indikationen setzen Sie das neue Implantat ein?

Horvath: Seit Herbst 2014, bisher haben wir bereits drei Fälle detailliert dokumentiert. Aufgrund der Implantatgeometrie ist das Implantat universell einsetzbar. Eine Hauptindikation sehe ich vor allem bei hartem Knochen. Standardmäßig verwenden wir in unserer Praxis das selbstschneidende NobelActive-Implantat. Beim NobelParallel CC ist das Design des Apex weniger schneidend. Das bringt auch Vorteile bei sehr dünnem Knochen, da sich das Implantat dann einfacher einbringen lässt.

Rauch: Empfohlen und freigegeben ist das NobelParallel CC aber nicht nur für harten Knochen, sondern für alle Indikationen und Knochenqualitäten. Zudem lässt sich eine sehr gute Primärstabilität erzielen.

Mit anderen Worten: Sofortversorgung und -belastung sind kein Problem?

Rauch: Richtig, natürlich müssen die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sein.

Und die wären?

Rauch: Nur wenn die Primärstabilität 35 Ncm erreicht, lässt sich sofort versorgen und sofort belasten. Das Vorgehen wird natürlich im Vorfeld mit dem Patienten besprochen und in der Praxis vorbereitet.

Das komplette Interview lesen Sie hier. 

Quelle: DENTAL MAGAZIN 2/2015

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mm
Redakteurin Medizin Zahnmedizin im Deutschen Ärzteverlag, Schwerpunkte: Implantologie, Parodontologie, Endodontologie, digitale Zahnheilkunde.