Beschichtete Abutments
Finale prothetische Versorgung: Situation vor Implantation, Situation nach Extraktion am Tag der Sofortimplantation, Röntgenaufnahme nach Sofortimplantation (PerioType-Implantat, Clinical House). © Meissen

Beschädigungen, die eine Anlagerung von Bakterien begünstigen könnten, würden aufgrund dieser Abutmentbeschichtung vermieden. Das erklärten Dr. Richard J. Meissen, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Clinical House, und Nevins bei der Vorstellung des neuen Implantatsystems in der Duisburger Kaiserberg Klinik. „PerioType-Implantate wurden für eine möglichst lange Lebensdauer entwickelt“, sagte Meissen weiter. Das Zahnfleisch hafte nachweislich fester an der Zirkonnitridkeramik, so dass eine bessere „Periointegration“, also eine entzündungsfreie Einheilung, erreicht werde.

Aktuelle Studie zu beschichteten Abutments

In der kürzlich veröffentlichten Studie „Matrix-Metalloproteinase-8-Spiegel in der periimplantären Sulkusflüssigkeit an Titan- und Zirkonnitridoberflächen“ haben Meissen et al. die Wirkung der beschichteten Abutments untersucht. Verglichen wurden die MMP-8-Werte von zirkoniumnitridbeschichteten Abutments mit den MMP-8-Werten reiner Titanabutments. Ergebnis: Die MMP-8-Werte lagen bei den beschichteten Abutments deutlich unter denen der Titanabutments.  Meissen folgert: „Bei Patienten mit Periimplantitis ist die aktive Form der MMP-8 in der periimplantären Sulkusflüssigkeit (PISF) erhöht, reduzieren sich diese Werte, sinkt auch das Periimplantitisrisiko.“

Meissen verwendet in seiner Klinik inzwischen, wann immer es möglich ist, Implantate mit beschichteten Aufbauten. Neben der Zirkonnitridbeschichtung hob er als weiteren Pluspunkt des PerioType-Implantatsystems besonders die bakteriendichte, stegförmige Implantat-Schulter (SIS-Connection) nach dem Prinzip der Schweizer Taucheruhr hervor.

Quelle: DENTAL MAGAZIN, 01.09.2014

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Redakteurin Medizin Zahnmedizin im Deutschen Ärzteverlag, Schwerpunkte: Implantologie, Parodontologie, Endodontologie, digitale Zahnheilkunde.