Die Studiendefinition für eine Periimplantitis war eine Taschentiefe ≥ 5mm, zusätzliche Einschlusskriterien umfassten radiologischen Knochenverlust ≥ 3mm in Form eines vertikalen Einbruchs, Blutung auf Sondieren (BOP) und/oder Pusaustritt (PUS).  Ausschlusskriterien waren schlecht eingestellte Diabetiker, Einnahme von antibiotischen/antiinflammatorischen Präparaten in den letzten drei Monaten oder die Einnahme von Medikamenten, welche mit Gingivahyperplasien assoziiert sind.  Somit wurden 26 Patienten in die Studie einbezogen und mit einem Zugangslappen und SRP behandelt, wobei randomisiert zur Hälfte zusätzlich SMP eingelegt wurde.

Primärziel war die Bewertung der Knochenhöhe (bone level – BL), welche zum Zeitpunkt des Eingriffs und zwölf Monate post OP radiologisch ausgewertet wurde. Intraoperativ beurteilte man ebenfalls die Defektmorphologie anhand der vorhandenen Knochenwände. Darüber hinaus wurden als Nebenbeobachtungen zu den Zeitpunkten null, drei, sechs und zwölf Monate post OP die Parameter FMPS (full mouth plaque score), FMBS (full mouth bleeding score), Taschentiefen (probing depth – PD), BOP, PUS und Rezessionen dokumentiert.  Die mikrobielle Besiedelung analysierte man nach steriler Plaqueentnahme mit Papierspitzen und DNA-Extraktion mittels HOMIM (Human Oral Microbe Identification Microarray) an baseline, zwei Wochen und zwölf Monate post OP.

Ergebnisse und Konklusion

Im multivariaten Modell wurden signifikante Abhängigkeiten festgestellt: höhere BL wurden mit einer höheren Anzahl von periimplantären Knochenwänden und ein (em?) grampositiven/aeroben Keimspektrum assoziiert, reduzierte BL hingegen mit gramnegativen/anaeroben Bakterien und Blutungen/Pusaustritt.  Ähnliche Tendenzen, jedoch statistisch nicht signifikant, wurden für die Bereiche BL, PD, PI, PUS und BOP in univariaten Analysen beobachtet.

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Annika Kröger
Annika Kröger hat in Bonn Zahnmedizin studiert und befindet sich derzeit in der Weiterbildung an der Poliklinik für Parodontologie, Zahnerhaltung & Präventive Zahnheilkunde, Universität Bonn. Ihre Promotionsarbeit beschäftigt sich mit dem Mikrobiom periimplantärer Erkrankungen.