Statistik
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Die dem Zahnarzt zur Verfügung stehenden statistischen Daten lassen sich umfangreich auswerten. Sie bieten wertvolle Hilfestellung, wenn es darum geht, die Praxis organisatorisch und wirtschaftlich weiterzuentwickeln. Es lohnt sich also, sich mit Zahlen zu beschäftigen.

Wertvolles Hilfsmittel zur Standortbestimmung ist das KZBV-Jahrbuch. Die dort hinterlegten statistischen Daten liefern eine wertvolle Basis, um zunächst einen Branchenvergleich vorzunehmen. Nach KZBV-Jahrbuch 2013 liegt der Anteil der Erträge, die von der KZV gezahlt werden, bei 50,5 Prozent, der Anteil der durch die Patienten direkt geleisteten Zahlungen (inkl. ZE-Eigenanteile) bei 49,5 Prozent. Werden diese Werte in das Verhältnis zu eigenen Werten gesetzt, können daraus wichtige Erkenntnisse abgeleitet werden.

Werden in der Praxis sehr häufig Regelversorgungen angeboten, kann dies bedeuten, dass die Praxis in einem strukturschwachen Gebiet liegt und die Patienten nicht über die Möglichkeiten verfügen, höhere Eigenanteile zu leisten. Sehr viel häufiger ist es jedoch in der Realität so, dass in einem solchen Fall die Beratungsqualität der Praxis überprüft werden muss.

Anteil an außervertraglichen Leistungen bei Kassenpatienten

Vertragszahnärztliche Leistungen haben ihre Grenze beim Wirtschaftlichkeitsgebot. Außerdem sind viele moderne Verfahren oder ästhetisch optimierte Versorgungen nicht im Leistungskatalog der vertragszahnärztlichen Versorgung enthalten. Um die Fähigkeit des Praxisteams bezüglich des Angebots außervertraglicher Leistungen zu messen, bietet sich der so genannte MKV-Index an. Dabei werden die Füllungsleistungen F1 bis F4 mit den Werten der privat berechneten Kompositfüllungen verglichen.

In dieser Beispielpraxis entfallen auf insgesamt 1.889 Füllungen in einem Jahr nur 515 Füllungen, die nach der GOZ berechnet wurden. Dies entspricht einem Anteil von ca. 27,3 Prozent, das heißt, etwa für jede vierte Füllung wurde mit dem Patienten eine Mehrkostenvereinbarung getroffen. Hier besteht Handlungsbedarf. Für die Praxis bedeutet dies, dass die Beratung über Füllungsalternativen verbessert werden muss.

Quelle: DENTAL MAGAZIN 1/2015
Autor: Christine Baumeister-Henning

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