Damit die neue Approbationsordnung endlich in Kraft treten kann, muss jetzt noch der Bundesrat zustimmen. Doch das verzögert sich. © Fontanis - stock.adobe.com

Die BZÄK appelliert deshalb eindringlich an die neue Bundesregierung und den Bundesrat, endlich einer moderneren Approbationsordnung zuzustimmen – denn derzeit werden die Studenten immer noch nach einer Verordnung von 1955 ausgebildet.

Aktuelle Rahmenbedingungen für Studenten und Patienten

„Zwischen der Zahnmedizin heute und damals liegen Welten. Die Hochschulen brauchen aktuelle gesetzliche Rahmenbedingungen, um die Studierenden auf gesicherter Grundlage auf die neuen Herausforderungen vorbereiten zu können“, fordert BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel. „Nur mit Goodwill kommt hier niemand weiter. Es bedarf auch der notwendigen finanziellen Rahmenbedingungen für die Hochschulen. Die Verbesserung der Bildung ist ein zentraler Politikansatz. Über 60 Jahre alte Verordnungen widersprechen diesem. Im Interesse aller Patienten und der nachwachsenden Zahnärztegeneration fordern wir die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten auf, die ständigen Verzögerungen zu beenden.“

Interview mit BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel

 

Die neue Approbationsordnung darf nicht scheitern!

Die Bundesregierung hat kürzlich den Weg für eine neue zahnärztliche Approbationsordnung (AppO-Z) frei gemacht, die unter anderem die Parodontologie schon im Studium stärkt. Am 22. September entscheidet der Bundesrat. Was es bedeutet, wenn die Novelle jetzt noch scheitert, erklärt Dr. Peter Engel (BZÄK) im Interview.
 
 

Ähnlich argumentiert auch der Bundesverband der Zahnmedizinstudenten in Deutschland (BdZM): „Junge Zahnärzte benötigen wegen der steigenden wissenschaftlichen Anforderungen eine Approbationsordnung, die diesen Anforderungen gerecht wird“, erklärt der 1. Vorsitzende Maximilian Voß. „Die Politik ist in der Pflicht, die Ausbildungsbedingungen nach 60 Jahren Stillstand endlich anzupassen.“

Ärztliche Approbationsordnung schon mehrfach novelliert

Die BZÄK kritisiert unter anderem, dass die Approbationsordnung für Zahnärzte in den vergangenen 60 Jahren weitgehend unverändert geblieben ist – während die ärztliche Approbationsordnung in diesem Zeitraum mehrfach aktualisiert wurde.

Anfang August hatte das Bundesgesundheitsministerium einen Kabinettsentwurf zur „Verordnung zur Neuregelung der zahnärztlichen Ausbildung“ vorgelegt. Diesem Entwurf waren jahrelange Gespräche mit den Kammern vorausgegangen. Bevor die Verordnung in Kraft treten kann, muss nun der Bundesrat zustimmen.

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Stefanie Hanke ist Redakteurin und veröffentlicht regelmäßig Beiträge im Dental Online Channel.