Umformung Komposite
Bei der Umformung von Zähnen mit Kompositen handelt es sich um eine Versorgung, die nicht Bestandteil des vertragszahnärztlichen Leistungskatalogs ist. © Dr. Hanni Lohmar

Bei der Umformung von Zähnen mit Kompositen handelt es sich um eine Versorgung, die nicht Bestandteil des vertragszahnärztlichen Leistungskatalogs sind. Daher muss bei gesetzlich versicherten Patienten vor Beginn der Behandlung eine Privatvereinbarung getroffen werden. Jedoch sind auch in der GOZ/GOÄ keine Positionen für die Berechnung von Zahnumformungen enthalten.

Formvorschriften

Die Berechnung von ästhetischen Korrekturen bei Zahnverfärbungen, -fehlstellungen oder -fehlbildungen erfolgt unter Beachtung der in § 2 Abs. 3 GOZ vorgesehenen Formvorschriften als Verlangensleistung des/der Zahlungspflichtigen. Weder der privat- noch der gesetzlich versicherte Patient erhält in irgendeinem Fall einen Zuschuss seiner Krankenkasse. Bei der Vereinbarung von Verlangensleistungen sind folgende Formvorschriften einzuhalten:

  • Die Vereinbarung wird vor Beginn der Behandlung getroffen und vom Zahnarzt und dem Patienten (Zahlungspflichtigen) unterschrieben. Die Unterschrift des Zahnarztes wird nach § 2 Abs. 3 GOZ nicht explizit gefordert. Da es sich um eine Vereinbarung zwischen zwei Parteien handelt, empfehlen Juristen jedoch die Unterschrift beider Parteien.
  • Sie muss den Hinweis enthalten, dass es sich um Leistungen auf Verlangen des Patienten handelt und eine Erstattung möglicherweise nicht gewährleistet ist.
  • Die Leistungen und Vergütungen müssen genau definiert sein. Es erfolgt jedoch keine Angabe von Gebührenziffern.
  • Die Preise müssen unter betriebswirtschaftlichen Aspekten der Praxis kalkuliert werden und mit Patienten zeitlich getrennt von der Behandlung vereinbart werden.

Für die Rechnungsstellung an den Patienten ist indessen § 10 GOZ zu beachten. Darin ist vorgeschrieben, dass für die Berechnung folgende Angeben notwendig sind:

„… bei Gebühren die Nummer und die Bezeichnung der einzelnen berechneten Leistung einschließlich einer verständlichen Bezeichnung des behandelten Zahns und einer in der Leistungsbeschreibung oder einer Abrechnungsbestimmung gegebenenfalls genannten Mindestdauer sowie des jeweiligen Betrags und des Steigerungssatzes, …“.

Darüber hinaus sind Leistungen, die das Maß des Notwendigen überschreiten, in der Rechnung entsprechend zu kennzeichnen.

Erstveröffentlichung: DENTAL MAGAZIN 3/2015
Autor: Christine Baumeister-Henning

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