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Zahnärzten, die eine Partnerschaft mit einem Berufskollegen eingehen wollen, handeln vorsichtig und vereinbaren vielfach mit künftigen Partnern zunächst eine Partnerschaft auf Probe. Dabei wird zwar in der Regel ein Gesellschaftsvertrag geschlossen, der neu einsteigende Partner wird aber zunächst nicht am Vermögen beteiligt und der junge Partner übernimmt kein oder nur ein geringes Risiko. So etwa wenn eine Zahnärztin in eine aus zwei Zahnärzten bestehende Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) neu eintritt. In dem Gesellschaftsvertrag werden dann folgende Punkte festgehalten:

  • Die Gewinnbeteiligung der Juniorpartnerin beträgt 38 Prozent des von ihr erwirtschafteten Umsatzes.
  • Sie wird am materiellen Vermögen zunächst nicht beteiligt, hat aber die Option, nach drei Jahren bis zu zehn Prozent am Vermögen zu erwerben.
  • Am Praxisgoodwill wird sie ebenfalls nur optional beteiligt.
  • Sie hat ein Mitspracherecht bei Entscheidungen, die laufende Geschäftsführung behalten die Altinhaber der Praxis für sich. Sie erhält keinen Zugriff auf die Praxiskonten.

In einem ähnlich gelagerten Fall hatte der Bundesfinanzhof (BFH) jüngst zu entscheiden: Ist ein derart eingebundener Gesellschafter überhaupt Mitunternehmer im steuerlichen Sinne, oder ist die so geartete BAG als Scheingesellschaft zu betrachten, bei der der Juniorpartner wie ein Angestellter oder ein freier Mitarbeiter einzustufen ist?

Erstveröffentlichung: DENTAL MAGAZIN 07/2016
Autor: Thomas Karch

Im PDF als Download lesen Sie, was bei der Aufnahme eines neuen Partners noch zu beachten ist und wie der Bundesfinanzhof aktuell entschieden hat:

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