Bei dem Vorwurf, als Implantologe einen Patienten nicht richtig aufgeklärt zu haben, ist eine Rechtsberatung sinnvoll.
Bei dem Vorwurf, als Implantologe einen Patienten nicht richtig aufgeklärt zu haben, ist eine Rechtsberatung sinnvoll. © Erwin Wodicka/fotolia

Nicht immer sei der Gang vor Gericht die einzige Möglichkeit, so Zentai. Es komme dabei vor allem auf die Sachlage an: Unter Umständen sei es die bessere Lösung, das Gespräch mit dem Patienten zu suchen und eventuell auf einen Vergleich hinzuarbeiten. Auch Schlichtungsstellen seien eine gute Möglichkeit, ein Gerichtsverfahren zu vermeiden. Wer aber alles gut dokumentiert habe und nachweisen könne, dass die Patientenaufklärung fehlerfrei abgelaufen sei, könne es ruhig auf einen Prozess ankommen lassen, rät die Fachanwältin.

Im Gespräch mit dem Dental Online Channel erklärt Zentai, was man als Implantologe schon im Vorfeld tun kann, um auf den Ernstfall optimal vorbereitet zu sein, und wann es auch mal eine gute Entscheidung sein kann, einen Patienten nicht zu behandeln.

RA Dr. Susanna Zentai im Telefoninterview:

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Stefanie Hanke ist Redakteurin und veröffentlicht regelmäßig Beiträge im Dental Online Channel.