Patientenindividuelle allogene Knochenblöcke stellen einen entscheidenden Fortschritt bei der Blockaugmentation dar. Basierend auf dreidimensionalen Röntgendaten des Defektbereichs wird mittels CAD/CAM-Technologie ein individueller Knochenblock angefertigt. Für die Patienten ist dieses Vorgehen weniger belastend. Die Entnahme und manuelle Anpassung von autologen Transplantaten entfällt, die OP-Dauer verkürzt sich. Blume, München, ist begeistert von der Alternative zu autologen Knochenblöcken. Das Transplantat passe „wie ein Schlüssel ins Schlüsselloch“. Zwar fehle es noch an Evidenz, aber die klinischen Ergebnisse in seiner Praxis (61 Augmentationen) überzeugten. Anfängliche Dehiszenzen hat er mit einer speziellen Schnitttechnik in den Griff bekommen, die er „Pillar Incision“ nennt. Als Hauptindikation sieht er Knochendefekte in der ästhetischen Zone im Oberkiefer. Im Interview beschreibt Blume das konkrete Vorgehen inklusive der Patientenaufklärung.

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mm
Redakteurin Medizin Zahnmedizin im Deutschen Ärzteverlag, Schwerpunkte: Implantologie, Parodontologie, Endodontologie, digitale Zahnheilkunde.