Update Keramikimplantate

Metallfrei liegt im Trend

Aufgrund moderner Bearbeitungsmöglichkeiten und eines gesteigerten Interesses an metallfreien Versorgungen rückte Zirkonoxid in den vergangenen Jahren als dentale Keramik in den Fokus. Diese Hochleistungskeramik wird heute nicht nur für vollkeramische Kronen und Brücken, sondern auch als Implantatwerkstoff verwendet. Zunächst gab es nur einteilige Implantatsysteme auf dem Markt, mittlerweile werden auch zahlreiche zweiteilige Systeme angeboten, sodass das Indikationsspektrum erweitert werden konnte. Dieser Beitrag soll einen Überblick über Vor- und Nach­teile der verschiedenen Designs geben und den aktuellen Wissensstand der prothetischen Versorgungsmöglichkeiten erörtern.


Individuelle und effiziente Therapieoptionen für Überweiser

Modulares Implantatkonzept

Das Forchheimer Implantatkonzept hat das Ziel, die wirtschaftliche Effizienz des überweisenden Zahnarztes bei der prothetischen Restauration zu steigern. Es ist daher besonders für kleine Fälle mit ein bis zwei Implantatkronen ausgelegt, da gerade bei diesen kleinen Versorgungen der Aufwand gemessen am Ertrag besonders hoch ist. Erfolgsfaktor ist die digitale Registrierung der Implantatposition während der Implantation, was, wie im Artikel beschrieben, zu einer erheblichen Verringerung der Behandlungszeit für den Überweiser führt. Das Implantatkonzept funktioniert zum einen rein digital, es bietet aber auch die Möglichkeit, über eines von fünf wählbaren Modulen wieder Anbindung an den analogen Workflow zu suchen, und stellt somit individuelle und effiziente Therapieoptionen für alle überweisenden Zahnärzte zur Verfügung.

Dehiszenzen nach Augmentation

Expositionen vermeiden

Implantate sind heute Bestandteil zahnärztlicher Basisversorgungsmaßnahmen. Im Zuge von damit einhergehenden mund-, kiefer- und gesichts­chirurgischen Eingriffen kann es immer zu Komplikationen kommen. Dies gilt auch für umfangreiche Augmentationen durch individualisierte Titangitter. Neben bekannten Komplikationen wie Nachblutungen, ­postoperativen Infektionen oder Beschädigungen von Nachbarstrukturen wie den Nerven stellen Expositionen eines Titangitters die häufigste Komplikation dar.

International Team for Implantology (ITI)

ITI lobt André Schroeder-Forschungspreise 2020 aus

Das Internationale Team für Implantologie (ITI) lädt alle Forschenden dazu ein, sich mit neu erarbeiteten Erkenntnissen auf dem Gebiet der dentalen Implantologie für die André Schroeder-Forschungspreise für Präklinische Forschung beziehungsweise Klinische Forschung 2020 zu bewerben. Bis zum 15. September 2019 können Bewerbungen für die alljährlich vom ITI verliehenen Auszeichnungen eingereicht werden.

PARODONTOLOGIE

Beitrag der ZZI: Update aus dem Bereich der nichtchirurgischen Parodontitistherapie

Nichtchirurgische Pardodontitistherapie

Durch aktuelle Studien und klinische Beobachtungen haben sich die Konzepte im Bereich der Parodontologie in den letzten Jahren stark verändert. Der Stellenwert der nichtchirurgischen Parodontitistherapie wurde dabei deutlich aufgewertet.

Deutsche Gesellschaft für Parodontologie e.V.

„Mythos“ PZR? – DG PARO plädiert für differenzierte Betrachtung

„Verdacht auf Abzocke bei professioneller Zahnreinigung“ oder „Die Zahnreinigung vom Profi ist umstritten“: Am 6. Mai 2019 erschienen in verschiedenen Tageszeitungen im Stuttgarter Raum Artikel zum Thema professionelle Zahnreinigung (PZR), die bei Patienten und in der Zahnärzteschaft einige Wellen geschlagen haben. Die Artikel ziehen Schlussfolgerungen, die in dieser Form weder sachlich richtig noch für Patienten hilfreich sind. Die DG PARO plädiert für einen sorgfältigeren Umgang mit den Begrifflichkeiten und eine differenzierte Betrachtung der Patientenzielgruppen.

IMPLANTOLOGIE

Sofortversorgung im volldigitalen Workflow

Komplikationen ­meistern

In der dentalen Implantologie sind Komplikationen während des chirurgischen Eingriffs zwar selten, aber dennoch nicht auszuschließen. Kenntnisse über mögliche Komplikationen und Strategien, wie man ihnen wirkungsvoll begegnen kann, sind daher aus der praktischen Implantologie nicht wegzudenken. Essenzielle Grundlagen für eine Fehlerminimierung und den Implantaterfolg sind eine vorausschauende Therapieplanung und die Fähigkeit, unerwartete Situationen während des operativen Eingriffs zu erkennen und entsprechend schnell Therapieentscheidungen zu treffen. Die bildgebende Diagnostik und die digitale Behandlungsplanung stellen dabei sinnvolle Instrumente dar, die den Operateur in die Lage versetzen, die Vorhersehbarkeit des intraoperativen Verlaufs und des postoperativen Therapieergebnisses zu steuern und zu verbessern.

Bildergalerie zum Artikel

Komplikationen im Team managen

Beim Umgang mit Misserfolgen und Komplikationen kommt es vor allem auf das gute Zusammenspiel von Technik, Patient, Zahnarzt und Team an. Ein konkretes Fallbeispiel sehen Sie in der Bildergalerie.

Aktuelle Videos

Interview mit ZTM Fabian Zinser und Dr. Dr. Rainer Fangmann

„Neue Qualität in der Kommunikation“


Wie viel bleibt hängen?

Zemententfernung um implantatgetragene Kronen

Diese Studie untersucht, wie viele Zementreste nach gründlicher Entfernung am Zahnersatz und auch im periimplantären Gewebe verbleibt.

IMPLANTATPROTHETIK

Implantatprothetik auf Locatoren

Guter Halt für Deckprothesen

Im Rahmen einer implantatprothetischen Behandlung zahnloser Patienten ist aus fachlichen und/oder wirtschaftlichen Gründen eine festsitzende prothetische Versorgung nicht immer möglich. In diesen Fällen kommen herausnehmbare Lösungen auf einer reduzierten Zahl an Implantaten – meist zwei – infrage. Die Fixierung des Zahnersatzes kann auf unterschied­liche Arten erfolgen, deren Indikation auf die spezifische Patientensituation abgestimmt werden muss. Um den Zahnersatz ausreichend zu stabilisieren, reichen oftmals die Implantate nicht aus, und der Behandler muss auf klassische Verfahren der Totalprothetik zurückgreifen, um insbesondere im Unterkiefer eine ausreichende Prothesenstabilität zu erzielen. Die im vorliegenden Fallbericht beschriebene Versorgung mit Locatoren stellt einen guten Kompromiss zwischen Behandlungsaufwand und Nutzen für den Patienten dar. Die Autoren dokumentieren erste klinische Erfahrungen mit einem neuen Locatorsystem.

Gesellschafterrechte für Juniorpartner

Richtige Partnerschaft

Die Aufnahme eines neuen Partners in eine bestehende Praxis erfolgt oft schrittweise. In der Anfangsphase kommt es dabei häufig zu Beschränkungen der dem Juniorpartner eingeräumten Gesellschafterrechte. Der Bundesfinanzhof hat die Regeln für derartige Einstiegsmodelle nun mit einem Urteil konkretisiert. 

Produktreport – Nobel Biocare

Was haben Autos, Raumanzüge und Zahnimplantate gemeinsam?

Die Beschaffenheit der Implantatoberflächen ist ein viel diskutiertes Thema in zahnmedizinischen Fachkreisen. So spielt beispielsweise die Rauheit eine wichtige Rolle bei der Osseointegration [1]. Jetzt ist es jedoch an der Zeit, das Thema zu vertiefen. Man mag es für selbstverständlich halten, doch die Oberflächenchemie ist ein faszinierendes Gebiet. Sie spielt nicht nur in der Implantologie eine maßgebliche Rolle, sondern auch in einer Vielzahl von Technologien, Branchen und Fertigungsbereichen, die den Alltag beeinflussen.

Fortbildungstipps

Fortbildung der Zahnärztekammer Hamburg

Aktuelle und künftige Behandlungsstrategien in der Parodontologie

Trotz der Erfolge in Prophylaxe und Prävention oraler Erkrankungen ist die Prävalenz parodontaler Erkrankungen nach wie vor hoch. Dem Zahnarzt steht eine Vielzahl von Therapieoptionen bei der Behandlung parodontaler Erkrankungen zur Verfügung. Leider existieren aber nur eingeschränkt klare Vorgaben an welchen klinischen und prognostischen Parametern sich die Auswahl der geeigneten Therapieoption orientieren soll ...

Fortbildung der Bayerischen Landeszahnärztekammer/eazf

State of the art in der Implantatprothetik