Das Befestigen von Brackets und Attachments gehört zum kieferorthopädischen Alltag.
Das Befestigen von Brackets und Attachments gehört zum kieferorthopädischen Alltag.

Die zentralen Fragen beim Thema Kleben in der KFO lauten: direkt oder indirekt kleben? Wo liegen die Vorteile und wo die Limitationen? Was ist bei der Wahl der Befestigungsmaterialien zu beachten? Wie kann der digitale Workflow im Rahmen einer Inhouse-Planung der Bracketposition für die indirekte Klebetechnik integriert werden? Welche zentrale Rolle spielen hier 3-D-Druck-Verfahren? Um diese und viele weitere Fragen rund um Befestigungsstrategien in der KFO geht es während des Curriculums Befestigung an der LMU München.

Ein weiterer zentraler Aspekt des Curriculum-Moduls „KFO“ ist die zuverlässige Befestigung der Brackets und Attachments auf unterschiedlichen Restaurationsoberflächen bei Erwachsenen – zum Beispiel Silikatkeramik-Veneers, monolithischen Zirkonoxid- oder VMK-Restaurationen. Auch hier stellen sich zahlreiche Fragen, deren Antworten für den Erfolg einer kieferorthopädischen Therapie mit entscheidend sind. In diesem Modul gehen wir auf alle diese Themen ein und werden zeigen, wie einfach mit dem werkstoffkundlichen Wissen und der klinischen Anwendung eine sichere Befestigung im Praxisalltag sein kann.

Das Modul KFO ist Teil des Curriculums Befestigung an der LMU München, das insgesamt aus vier Modulen besteht. Teilnehmer können entweder das komplette Curriculum besuchen oder das KFO-Modul separat als zweitägiges Einzel-Intensivseminar buchen. Hier geht es zur Anmeldung.

„Auch in der Kieferorthopädie gibt es viele verschiedene Materialien, mit denen Brackets und in den letzten Jahren zunehmend Attachments für Aligner-Behandlungen geklebt werden können. Es ist wichtig, die Werkstoffe zu verstehen, um die Materialien korrekt zu verwenden und auf allen Restaurationen sicher befestigen zu können. In diesem Zusammenhang ist ein enger Austausch mit der Werkstoffkunde und der Prothetik von großer Bedeutung. Das enge Zusammenspiel zwischen KFO und Prothetik stellt eine Besonderheit dieses neuen Curriculums dar“, sagt Dr. Rebecca Jungbauer, die zum Organisations- und Referententeam gehört. Die Fachzahnärztin für Kieferorthopädie ist Praxisinhaberin, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Poliklinik für Kieferorthopädie des Universitätsklinikums Regensburg und Gastforscherin in der Werkstoffkunde-Forschung an der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik an der LMU.

„Das Thema 3-D-Druck rückt auch in der Kieferorthopädie immer mehr in den Fokus. Zwar eröffnet die additive Fertigung neue ungeahnte Möglichkeiten für eine effizientere und sichere Behandlung. Jedoch kann die ganze Welt des 3-D-Drucks den Anwender zu Beginn häufig überfordern. Wir wollen mit diesem Curriculum Ordnung in den Dschungel der verschiedenen Techniken und Anbieter bringen und den Teilnehmern Verfahren vorstellen, die ihnen im Behandlungsalltag eine große Hilfe sein können“, sagt Dr. Marcel Reymus, Oberarzt an der Poliklinik für Zahnerhaltung der LMU München, dessen Forschungsschwerpunkt auf diesem Gebiet der additiven Fertigung liegt und der ebenfalls zum Organisations- und Referententeam von Modul D gehört. Im Team sind außerdem PD Dr. Anja Liebermann, Oberärztin an der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik, und Prof. Dr. Bogna Stawarczyk, Leiterin der Werkstoffkundeforschung an der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik.

Folgende Themen werden im Modul „KFO“ des Curriculums behandelt:

– Überblick über Befestigungsmaterialien und Wahl der Befestigungsmaterialien
– Befestigen von Brackets und Attachments
– Zuverlässige Befestigung auf unterschiedlichen Restaurationsoberflächen: Silikatkeramik, Lithium-Silikatkeramiken und Zirkonoxid
– Inhouse-Planung von digital geplanten Klebeschablonen für die indirekte Klebetechnik
– Sichere Wahl der Materialien und Integration von 3-D-Druck-Verfahren in den klinischen Alltag
– Tipps für die sichere Entfernung von Komposit-Resten nach Entfernung der Brackets und gründliche Politur der verschiedenen Oberflächen

Neben den theoretischen Einheiten ist es den Referenten ebenso wichtig, den Teilnehmern auch praktische Hands-on-Elemente anzubieten, damit sie das Gelernte gleich in die Tat umsetzen können und für den anstehenden Praxisalltag vorbereitet sind.

Hier geht es zur Anmeldung.

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