Befüllen und Ausstreichen des Befestigungskomposites in der Restauration mit einem Pinsel
Befüllen und Ausstreichen des Befestigungskomposites in der Restauration mit einem Pinsel

Mit dem Curriculum Befestigung soll ein objektiver Überblick zu dentalen Befestigungsmaterialien sowie deren indikationsgerechter Anwendung und korrekter Handhabung gegeben werden. Anhand theoretischer Grundlagen und praktischer Übungen lernen die Teilnehmer, Befestigungsmaterialien zu unterscheiden und im klinischen Alltag adäquat auszuwählen und anzuwenden.

Es gibt eine Vielzahl an dentalen Befestigungsmaterialien – Primer, Bonder, Adhäsive, Zemente, Kleber. Mit der Zunahme an dentalen Werkstoffen im Bereich der festsitzenden Restaurationen wachsen die Herausforderungen. Was wird womit und wie befestigt, damit die Langlebigkeit einer Restauration gewährleistet ist? Das lernen die Teilnehmer des Curriculums, das unser Verlag teamwork media mit der Werkstoffkunde-Forschung der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik, LMU München, erstmals anbietet.

Eigentlich hätte es im Oktober 2020 beginnen sollen. Wegen der zweiten Coronawelle musste es aber verschoben werden. Neuer voraussichtlicher Start ist der 9./10. April 2021. Hier geht es zur Anmeldung.

Die Teilnehmer erlangen in theoretischen und praktischen Einheiten fundiertes Wissen über Befestigungsmaterialien, Einsatzmöglichkeiten und mechanische sowie chemische Vorbehandlungsschrit-te von Zahnhartsubstanz und Restaurationsinnenfläche moderner Werkstoffe, damit sie für ihre Patienten langzeitstabile Ergebnisse erreichen. „Das Kleben ist in der Praxis als auch im Laboralltag gleichermaßen entscheidend. Es ist wichtig für die Langlebigkeit einer Restauration. Bei der Vielzahl an Materialien, die auf dem Markt sind, ist es allerdings oft schwer, das richtige Produkt auszuwählen“, sagt PD Dr. Anja Liebermann, Leitende Oberärztin an der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik. „Und hier erarbeiten wir während des Curriculums gemeinsam Strategien, um den Teilnehmern das Leben im klinischen und Labor-Alltag zu erleichtern.“

Die Wahl des Restaurationswerkstoffs, die Präparation der Pfeilerzähne, die Vorbehandlung der Zahnhartsubstanz und des Restaurationswerkstoffs sowie die Wahl des Befestigungsmaterials obliegen Regeln, die auf werkstoffkundlichen Grundlagen basieren. Sie werden in vier Modulen vermittelt, wobei ein Modul jeweils aus einem Zwei-Tages-Kurs besteht:

  • Modul A: Überblick Befestigungsmateri-alien, Zementieren und Kleben
  • Modul B: Befestigung dentaler Keramiken
  • Modul C: Befestigung von Polymeren
  • Modul D – Extra-Modul „KFO“, Kieferorthopädie: Werkstoffe und 3-D-Druck

„Das Besondere und Innovative an diesem Curriculum ist das Referententeam. Wir sind interdisziplinär aufgestellt: Mit dabei sind Zahnärzte, Zahntechniker und Naturwissenschaftler. Unser Ziel ist, die Lerninhalte didaktisch sinnvoll rüberzubringen. Das bedeutet, wir werden nicht nur Frontalvorträge halten, sondern auch viel praktisch umsetzen und gemeinsam ausarbeiten“, sagt Prof. Dr. Dipl.-Ing. (FH) Bogna Stawarczyk MSc, Wissenschaftliche Leiterin Werkstoffkunde an der LMU.

Mit Dr. Anja Liebermann und Prof. Bogna Stawarczyk gehören auch Dr. Rebecca Jungbauer und PD Dr. Marcel Reymus zum Organisations- und Referententeam. Dr. Rebecca Jungbauer ist Fachzahnärztin für Kieferorthopädie, Praxisinhaberin, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Poliklinik für Kieferorthopädie des Uniklinikums Regensburg und Gastforscherin in der Werkstoffkunde-Forschung an der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik, LMU. „Auch in der Kieferorthopädie gibt es viele Materialien, mit denen Brackets und in den letzten Jahren zu-nehmend Attachments für Aligner-Behandlungen geklebt werden können. Es ist wichtig, die Werkstoffe zu verstehen, um die Materialien korrekt zu verwenden und auf allen Restaurationen sicher befestigen zu können.“

Ein weiteres Thema des Moduls D wird der 3-D-Druck in der KFO sein. Es wird einen Überblick über die verschiedenen Techniken des 3-D-Drucks und die Anbieter geben und zum größten Teil von Dr. Marcel Reymus übernommen. Die Teilnehmer sollen Verfahren lernen, die ihnen im Behandlungsalltag eine große Hilfe sein können. Dr. Reymus ist Oberarzt an der Klinik für Zahnerhaltung und Parodontologie mit der Spezialisierung für Endodontie. Sein Forschungsschwerpunkt ist der 3-D-Druck, wobei eine enge Zusammenarbeit mit der Werkstoffkundeforschung der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik besteht.

Informationen über Fortbildungspunkte, die Kosten und Einzelheiten über die Module finden Sie auf unserer Campus-Seite.

Hier geht es zur Anmeldung für das Curriculum.

Artikelempfehlungen

  • Es gibt eine Fülle an Befestigungsmaterialien. Welcher Werkstoff kann wie und wofür angewendet werden? Im Curriculum Befestigung an der LMU lernen die Teilnehmer, diese Frage künftig sicher im Praxis- und im Laboralltag beantworten zu können.

    Curriculum Befestigung an LMU München

    Video: „Das Kleben ist in Praxis und Labor ein essentielles Thema“

    Von hoher Bedeutung ist die adhäsive Befestigung in Zahnmedizin und Zahntechnik. Sie ist entscheidend für die Langlebigkeit einer Restauration - und damit für die Zufriedenheit der Patienten. Zahnärzte und Zahntechniker können an der LMU lernen, wie sie Befestigungsmaterialien richtig einsetzen. Im Video erklären wir, was die Teilnehmer des Curriculums Befestigung ab Januar 2021 erwartet.

  • Das Befestigen von Brackets und Attachments gehört zum kieferorthopädischen Alltag.

    Curriculum an der LMU München

    Kleben in der KFO: Sichere Befestigung im Praxisalltag

    Das Befestigen von Brackets und Attachments gehört zum kieferorthopädischen Alltag. Welche Befestigungsstrategie in der KFO wann und wie angewendet wird, darum geht es während des Curriculums Befestigung an der LMU München.

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Andreas Berger
Redakteur im Verlag teamwork media.