In Vorbereitung auf das 100-jährige GC-Bestehen im Jahr 2021 veranstaltet GC nun das 1. MIH-Symposium Online
In Vorbereitung auf das 100-jährige GC-Bestehen im Jahr 2021 veranstaltet GC nun das 1. MIH-Symposium Online © Alezhano, Shutterstock

Vom 28. September bis 2. Oktober stellen jeden Abend führende, interdisziplinär arbeitende MIH-Experten der DACH-Region unterschiedliche Schwerpunktthemen und Herangehensweisen zur Behandlung vor. Die Veranstaltung ist zertifiziert, Teilnehmer erhalten CE-Punkte.

Ein vielfältiges Beschwerdebild

Bei Kindern und Jugendlichen häufen sich laut GC die Fallzahlen der Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH). Sie liegen bereits über denen klassischer Karieserkrankungen. Aktuell geht man davon aus, dass etwa jedes siebte Kind von dieser speziellen Form der Schmelzbildungsstörung betroffen ist – und das nicht nur bei den bleibenden Molaren und Inzisiven, sondern auch an Eckzähnen sowie an Prämolaren – sowohl im bleibenden als auch im Milchzahngebiss. Dabei können neben den ästhetischen Farbveränderungen und Schmelzdefekten auch Hypersensibilitäten zum Beschwerdebild der MIH gehören.

Als Behandler stehen Zahnärzte hier vor Herausforderungen – insbesondere im Hinblick auf Diagnostik und Compliance der meist jungen Patienten mit unterschiedlich ausgeprägten Schweregraden der MIH. Hinsichtlich der Therapieoptionen der Erkrankung wurden in den letzten Jahren zahlreiche wichtige Fortschritte erzielt, auch wenn die Ursachen der MIH noch immer nicht hinlänglich geklärt sind.

Online-Symposium: Vorträge namhafter MIH-Experten

In Vorbereitung auf das 100-jährige GC-Bestehen im Jahr 2021 veranstaltet GC nun das 1. MIH-Symposium Online, das den aktuellen Forschungsstand widerspiegelt:

Montag, 28. September: Zahnärzte haben Gelegenheit, von Prof. Dr. Jan Kühnisch am 28. September mehr zu Ursachen und zur Entstehung der MIH zu erfahren.
Dienstag, 29. September: Dr. Richard Steffen stellt am 29. September die Therapie der Schmerzkontrolle und Sofortversorgung vor.
Mittwoch, 30. September: Prof. Dr. Katrin Bekes und Prof. Dr. Dr. Norbert Krämer sprechen am 30. September über den Therapieansatz anhand des „Würzburger Konzepts“.
Donnerstag, 1. Oktober: Kinderzahnarzt M.-Salim Doueiri befasst sich am 1. Oktober mit dem klinischen Erscheinungsbild bis hin zur Therapie.
Freitag, 2. Oktober: Abschließend bietet Prof. Dr. Falk Schwendicke, zugleich Moderator des Symposiums, am 02. Oktober eine Zusammenfassung der Web-Seminare mit Fokus auf Entstehung, Diagnostik und Epidemiologie sowie die non-invasive und invasive Behandlung (Änderungen vorbehalten).

Das Online-Symposium findet auf Deutsch mit Simultan-Übersetzung ins Englische statt. Im Anschluss an das jeweilige Web-Seminar haben Teilnehmer die Gelegenheit, mit den Experten im Rahmen eines Q und A die Ansätze zu diskutieren.

Anmeldung und Programm

Anmeldungen sind möglich unter www.gceuropecampus.com. Dort ist auch das Programm zu finden.

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