Wer künftig implantatprothetisch vorhersagbare und ästhetische Langzeiterfolge einfahren möchte, benötigt Spezialistenwissen. Genau das vermittelt das Curriculum Implantatprothetik, eine exklusive Fortbildung von teamwork media und dem Referententeam der LMU München.
Wer künftig implantatprothetisch vorhersagbare und ästhetische Langzeiterfolge einfahren möchte, benötigt Spezialistenwissen. Genau das vermittelt das Curriculum Implantatprothetik, eine exklusive Fortbildung von teamwork media und dem Referententeam der LMU München. © Andreas Berger

„Der wichtigste Schritt im ganzen Ablauf ist die Implantatplanung. Passt diese nicht, kann ich im Nachhinein kein gutes Ergebnis erzielen“, sagt Josef Schweiger MSc, Leiter des zahntechnischen Labors der LMU. Ein Haus werde ja auch zuerst präzise geplant und nicht erst nach dem Bau geschaut, wie es aussehe. Schweiger leitet das Curriculum Implantatprothetik zusammen mit Prof. Dr. Jan Frederik Güth, stellvertretender Direktor der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik an der LMU, Ztm. Andreas Kunz aus Berlin und Prof. Dr. Florian Beuer MME, Leiter der Abteilung für Zahnärztliche Prothetik, Alterszahnmedizin und Funktionslehre an der Charité Berlin. Veranstalter des Curriculums ist teamwork media.

Video: Einblick ins Curriculum Implantatprothetik an der LMU München

„Wir möchten von Anfang an von der Planung über die Implantatsetzung bis hin zur Eingliederung der fertigen Arbeit einen roten Faden spannen“, sagt Prof. Güth. Und dabei werde ein weiterer wichtiger Aspekt vermittelt: „Implantatprothetik ist Teamaufgabe.“ Zahnärzte sollen während des Curriculums Verständnis entwickeln für Zahntechniker. Auch, weil die Implantatprothetik sehr techniksensitiv ist. „Als Zahnarzt muss ich ein Verständnis dafür bekommen, welche Voraussetzungen ich schaffen muss, um ein optimales Ergebnis im Labor und letztendlich für den Patienten zu erzielen“, sagt Güth. Und für die zahntechnischen Teilnehmer sei es wichtig, dass sie verstehen, wie die Abläufe in der Zahnarztpraxis sind. „Viele Kollegen wissen nicht genau, was in der zahnärztlichen Praxis wichtig und was unwichtig ist“, sagt Schweiger. Im Münchener Curriculum Implantatprothetik wird genau das vermittelt. Die Teilnehmer lernen, dass Zahntechniker und Zahnmediziner als Team zusammenarbeiten müssen, um ein optimales Ergebnis für den Patienten zu erzielen. „Und zwar auf Augenhöhe“, sagt Ztm. Andreas Kunz.

Das sagen die Teilnehmer Das Curriculum Implantatprothetik war ursprünglich für Zahntechniker konzipiert. Dann habe es immer mehr Anfragen von Zahnärzten gegeben, wie Güth sagt. „Das hat dazu geführt, dass wir uns öffnen und zu einem Team-Curriculum werden wollen.“

Teilnehmerin Dr. Ewa Drabinski, Zahnärztin, bestätigt die Kursleiter: „Für mich ist es wichtig, dass ich jetzt ein Gespräch auf Augenhöhe mit dem Zahntechniker führen und mit ihm diskutieren kann, was für den bestimmten Fall die beste Lösung ist. Außerdem haben wir viele Materialien und die Ausformung des Emergenzprofiles besprochen, das möchte ich in Zukunft alles mit meinem Labor besprechen.“

Teilnehmer Danilo Bokermann, Zahntechniker: „Für mich war es sehr hilfreich, die verschiedenen Implantatsysteme kennenzulernen, wie ich eine Implantatversorgung am besten herstelle und wie schwierige Fälle zu managen sind. Und dass die Kommunikation mit dem Zahnarzt intensiviert werden muss, damit man zu einem besseren Ergebnis kommt.“

Für das Curriculum Implantatprothetik 2020, das am 28. Februar 2020 startet, sind noch wenige Plätze verfügbar. Sie können sich hier anmelden: www.teamwork-campus.de/anmeldung/

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Andreas Berger
Redakteur im Verlag teamwork media.
Natascha Brand