Digitale Technologien lassen in der Implantologie eine Vereinfachung und häufig eine Beschleunigung der Prozesse bei gleichzeitig erhöhter Genauigkeit zu. Mit einer Verknüpfung der digitalen Fertigung der Suprakonstruktion können auf effizientem Weg hochpräzise Ergebnisse erzielt werden. Zusätzlich zum digitalen Knowhow sind bewährte Grundlagen erfolgversprechende Faktoren. Hierzu zählen die Patientencompliance, das profunde zahnärztliche und zahntechnische Fachwissen, die chirurgischen und handwerklichen Fähigkeiten, die perfekten Materialien und Produkte sowie die enge Abstimmung im Behandlungsteam. Aufbauend darauf bieten moderne computergestützte Verfahren eine optimale Grundlage, um bewährte implantatprothetische Konzepte wie das SKY fast & fixed (bredent medical, Senden) neu interpretieren zu können. In diesem Artikel wird der digitale Workflow anhand eines Patientenfalls dargestellt.

Die Verankerung

Für den zahnlosen und zahnlos werdenden Kiefer hat die Therapieoption „festsitzend“ eine hohe Bedeutung erlangt. Viele Patienten geben sich mit der klassischen herausnehmbaren Totalprothese nicht zufrieden; insbesondere, wenn sie die letzten noch vorhandenen Zähne verlieren. Sie wünschen eine ästhetisch-funktionelle implantatprothetische Versorgung. Allerdings stößt man oft auf Grenzbereiche, wie zum Beispiel suboptimale anatomische Gegebenheiten. Um in diesen Fällen knochenaufbauende Maßnahmen nach Möglichkeit ebenso zu vermeiden wie kompromissbehaftete Implantatpositionen und eine eingeschränkte Ästhetik, sind geschickte implantatprothetische Lösungswege gesucht.

Grundsätzlich wird in der festsitzenden Implantatprothetik zwischen verschraubt und zementiert unterschieden. Wir bevorzugen im zahnlosen Kiefer in der Regel die verschraubte Rekonstruktion. Im Gegensatz zur Zementierung besteht der Hauptvorteil in der problemlosen Abnahme der Versorgung von den Implantaten. Sollte sich zum Beispiel ein Abutment lockern oder eine Reparatur notwendig werden, kann die Restauration einfach entnommen werden. Zudem werden Hygienemaßnahmen erleichtert, was insbesondere im Hinblick auf die professionelle Implantat-Nachsorge ein wesentlicher Aspekt ist.

Lesen Sie den vollständigen Artikel kostenlos als PDF-Datei (Erstveröffentlichung BDIZ EDI konkret, Ausgabe 3/2016 ab Seite 90): 

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Jan Kielhorn, Öhringen
Siegfried Hoelzer, Königsbach, und Ztm. Björn Roland, Klein-Winternheim
Siegfried Hoelzer, Königsbach
Ztm. Björn Roland, Klein-Winternheim