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Welches Verankerungssystem im jeweiligen Patientenfall bei der Hybridprothetik zur Anwendung kommt, hängt von mehreren Faktoren ab. Insbesondere die Anzahl und Position der Zähne beziehungsweise Implantate, das Alter des Patienten, die manuelle Geschicklichkeit und die finanziellen Möglichkeiten des Patienten, aber auch die Erfahrungen des Zahnarztes spielen eine Rolle. In der Alterszahnheilkunde gilt bei der Planung des Zahnersatzes die Sicherung des oralen Komforts mit angemessenen Behandlungsmaßnahmen als grundsätzliches Behandlungsziel.

Diskussion und Schlussfolgerung

Studien haben belegt, dass ältere Patienten von implantatgestützten Hybridprothesen stark profitieren. Nicht nur das Kauvermögen [1], sondern auch der allgemeine Gesundheitszustand, die Vitalität, aber auch emotionale und soziale Faktoren verbessern sich stark gegenüber der Versorgung mit konventionellen Prothesen. Falls Implantate jedoch keine Versorgungs- beziehungsweise Verankerungsoption darstellen, sollte bei vorhandenem Restzahnbestand – insbesondere im Unterkiefer – die Möglichkeit der Prothesenverankerung mittels Wurzelkappen in Verbindung zum Beispiel mit Kugelkopf-Attachments in Erwägung gezogen werden, bevor solche Zähne vorschnell extrahiert werden.

Autorin: Prof. Dr. Dr. Ingrid Grunert

(Erstveröffentlichung: teamwork 3/2016)

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