Wir arbeiten in unserer Praxis seit 15 Jahren mit dem CEREC-System, um Einzelzähne und auch einzelne Implantate prothetisch zu versorgen. In diesem Zusammenhang ist häufig Lithiumdisilikat das Material der Wahl. Auch auf Keramikimplantaten lassen sich mit diesem Werkstoff sehr gute Ergebnisse erzielen, allerdings ist bei Anwendung dieser und anderer Glaskeramiken ein vergleichsweise komplexes adhäsives Befestigungsprotokoll einzuhalten [1], das zu einem höheren klinischen Aufwand führt.

Eine attraktive Alternative stellt die Verwendung von Zirkoniumdioxid als Material für die prothetische Versorgung von Keramikimplantaten wie natürlichen Zähnen mit vollkeramischen Restaurationen dar. Der Vorteil besteht darin, dass sich Kronen und Brücken aus diesem Werkstoff auch mit konventionellen Zementen bzw. selbstadhäsiven Materialien befestigen lassen, die ein vereinfachtes klinisches Vorgehen ermöglichen. Da Zirkoniumdioxid inzwischen in verschiedenen Varianten – unter anderem mit sehr hoher Transluzenz, natürlicher Farbgebung und Eigenfluoreszenz – erhältlich ist, lassen sich ohne eine zusätzliche Verblendung auch mit diesem Material hohe ästhetische Ansprüche erfüllen. Das hat dazu geführt, dass Zirkoniumdioxid inzwischen in unserer Praxis bevorzugt für die prothetische Versorgung von Keramikimplantaten eingesetzt wird. Die Restaurationen werden im Zahntechnik Zentrum Eisenach computergestützt aus dem innovativen Werkstoff Lava Esthetic fluoreszierendes Vollzirkoniumoxid (3M) monolithisch gefertigt. Von den Erfahrungen mit dieser Vorgehensweise und ihren Vorteilen wird im Folgenden berichtet.

Lesen Sie hier kostenlos den vollständigen Fallbericht als pdf-Datei (Erstveröffentlichung DENTAL MAGAZIN 02/2018, S. 48-52):

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Dipl.-Stom. Thorsten Radam
ist niedergelassen in Meiningen, Zentrum für Ästhetische & Funktionelle Zahnchirurgie
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Dr. Wolfram Olschowsky
ist niedergelassen in Hörselnerg-Hainisch und hat sich spezialisiert auf Ästhetische Zahnheilkunde.