Einleitung 

Es gibt mehrere Gründe, keine dentalen Metallrestaurationen zu verwenden. Nachteile von Metallen beziehungsweise Dentallegierungen sind unter anderem die potenzielle Allergenität (Typ IV Allergie), das Gewicht, die Dichte und die lange Verarbeitungsdauer. Weiterhin hebt sich die Farbe von Metallen deutlich von Gingiva und Zähnen ab. Metalle weisen zwar hohe Festigkeitseigenschaften auf, sind jedoch im Vergleich zum natürlichen Zahn weitaus härter. Zudem verfügen Metall über eine hohe Wärmeleitfähigkeit und isolieren gegen Temperatur weit schlechter als Zähne. Jeder Patient mit tiefen Amalgamfüllungen oder Gold-Inlays kann von diesen Eigenschaften berichten. Aus den genannten Gründen, der problematischen Ästhetik von Metallen und ihren Legierungen sowie deren mechanischen Eigenschaften, dauert die Suche nach alternativen Materialien an. Des Weiteren haben die allergologischen und biologischen Bedenken bei Patienten und bei Ärzten in den vergangenen Jahren zugenommen. Trinia wurde entwickelt, um dem Zahnarzt eine CAD/CAM-gefräste metallfreie Restauration anzubieten. Zu den Vorteilen des Materials zählen das leichte Gewicht, eine hohe Biegefestigkeit und ein mit Dentin vergleichbares Elastizitätsmodul.

Biegefestigkeit ähnelt Dentin

Zur Ermittlung der Biegefestigkeit wird mit der klassischen Drei-Punkt Belastungsvorrichtung getestet (Abb. 1). Das getestete Material verbiegt sich unter Belastung. Solange es sich unter Belastung nicht verformt, das heißt, sobald die Krafteinwirkung nachlässt, sich wieder in seine Ausgangsform ändert, befindet sich das Material im elastischen Bereich. Übersteigt die einwirkende Kraft die Belastungsgrenze, verformt sich das Material (plastischer Bereich) um schlussendlich zu brechen. Der Bereich, in dem das bei Trinia eintritt, ist vergleichbar mit Dentin. Mit anderen Worten: „Das Elastizitätsmodul von Trinia ist 18,8 GPa, im Vergleich dazu hat Dentin 12 bis 14 GPa [2] und Titan 102 bis 118 GPa [3,4].

Den ganzen Artikel finden Sie kostenlos als pdf-Datei unter folgendem Download (Erstveröffentlichung teamwork 02/2017):

Artikelempfehlungen

  • CERASMART Hybridkeramik

    Keramische Hybridmaterialien

    CAD/CAM: Hybridmaterialien auf dem Vormarsch

    Moderne CAD/CAM-Werkstoffe zur Fertigung der finalen Restauration stehen im Fokus der digitalen Zahnheilkunde. Auf dem Vormarsch sind keramische Hybridmaterialien. Wie ist der Status quo?

  • LifeTime: Datenschutzkonformer Transfer an Patienten

    Digitaler Dokumentenversand denkbar einfach

    LifeTime bietet Zahnärzten die Möglichkeit, Röntgenbilder, Nachbehandlungshinweise, Befunde uvm. simpel und sekundenschnell an ihre Patienten zu übermitteln. Die digitale Lösung ist dabei datenschutzkonform und spart Praxen Zeit und Geld. Im Gespräch mit dem Dental Online Channel stellt Gründer und CEO Dr. Johannes Jacubeit das Programm vor.

Teilen:
#
Angelo Perpetuini
Cisterna di Latina/Italien
#
PD DI Dr.Dr.Rudolf Seemann
MBA, Wien/Österreich
#
Prof. Dr. Dr. Rolf Ewers
Wien/Österreich
#
Prof. Dr. Mauro Marincola
Rom/Italien