Einleitung:

Zur implantologischen Rehabilitation von Patienten mit unzureichendem Knochenvolumen wurden in der Vergangenheit unterschiedliche Techniken vorgestellt. Bei größeren Knochendefekten haben sich autogene Knochentransplantate bewährt, die eine optimale Knochenmenge und -qualität für die Insertionsstelle gewährleisten. Der vorliegende Patientenfall demonstriert den klinischen Langzeiterfolg bei ursprünglich schwierigen Knochenverhältnissen.

Material/Behandlungsmethode:

Nach Extraktion eines Oberkieferprämolaren erfolgte die Implantatinsertion bei gleichzeitiger dreidimensionaler Augmentation mit rein autogenem Knochen gemäß der „Split- Bone-Block“-Technik. Nach 3-monatiger knöcherner Heilung wurde das periimplantäre Weichgewebe rekonstruiert, um nach weiteren 6 Monaten das Implantat endgültig prothetisch zu versorgen. Die Patientin stellte sich anschließend jährlich zur klinischen und radiologischen Kontrolluntersuchung vor.

Ergebnis:

Knochenblock und Implantat heilten komplikationslos ein und zeigten auch nach 4-jähriger Nachbeobachtungsdauer ein gutes funktionelles und ästhetisches Gesamtergebnis.

Schlussfolgerung:

Knochenrekonstruktionen nach der Split-Bone-Block-Technik, bei denen der Knochenblock aus der retromolaren Region des Unterkiefers entnommen wird, zeigen klinisch gute Langzeitergebnisse und demonstrieren die Wirksamkeit und Vorhersagbarkeit der Therapie bei größeren Knochendefekten.

Lesen Sie hier die vollständige Originalarbeit von Dr. Stefano Trasarti, Dr. Daniela Marroni und Dr. Ingmar Braun kostenlos als pdf-Datei (Erstveröffentlichung ZZI – Zeitschrift für Zahnärztliche Implantologie 02/2016, S. 140-146):

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