Einleitung:

Bisherige Bohrschablonensysteme besitzen den Nachteil, dass eine intraoperative Korrektur der Bohrposition nicht kontrolliert möglich ist. Eine Röntgenaufnahme zeigt bei geringerer Knochendichte nur ungenau den Verlauf der Knochenoberfläche. Dies führt nicht selten zu der Situation, dass man die Bohrschablone nicht benutzen kann.

Material und Methode:

Nach Freilegung des Knochens wird mittels einer Markierungsvorrichtung, bestehend aus einem an der Bohrschablone befestigten Markierungsstift, alternativ mittels eines Oberflächenscans, die tatsächliche Knochenoberfläche als Ausgangsposition verwendet. Die Bohrschablone wird in das Positioniergerät eingesetzt, das Positioniergerät auf die markierte Stelle eingestellt und diese Position mit dem überlagerten DVT abgestimmt. Nach Verschluss der alten Aufnahmebohrung wird mit dem Bohrgerät des Positioniergeräts eine korrigierte Aufnahmebohrung in der Bohrschablone hergestellt. Sämtliche Einstellungen werden auf einem iPad durchgeführt, was die Hygienefähigkeit verbessert.

Ergebnisse:

Die Korrektur einer Bohrschablone ist während der Operation in einer angemessenen Zeit möglich.

Schlussfolgerung:

Das hier vorgestellte System verschafft in komplexen Situationen Abhilfe, indem während der Operation eine kontrollierte Korrektur einer Bohrschablone erfolgen kann.

Lesen Sie die vollständige Studie von Dr. Dr. Dieter Edinger und Prof. Dr.-Ing. Thorsten Schüppstuhl als pdf-Datei
(Erstveröffentlichung ZZI – Zeitschrift für Zahnärztliche Implantologie 02/2016, S. 130-137):

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